Harvard-Ökonom warnt: Die Super-IPO-Welle zieht Liquidität ab, Modell von GMO schätzt das Risiko eines Rückgangs am US-Aktienmarkt auf 40%

IPO抽走美股流動性

Der Harvard-Ökonom Xavier Gabaix warnte am 22. Juni davor, dass große IPOs Liquidität aus den bestehenden Aktienmärkten abziehen. Eine Studie von GMO zeigt: Wenn das IPO-Volumen am Gesamtwert des Aktienmarkts um 1 Prozentpunkt steigt, sinkt die durchschnittliche Rendite an den Aktienmärkten in den kommenden 12 Monaten um etwa 7,5 Prozentpunkte; laut GMO-Modell steht den US-Aktienmärkten in den nächsten 12 Monaten ein Abwärtsrisiko von nahe 40% bevor.

Studie von Gabaix und Koijen: Pro 1 US-Dollar Abfluss aus US-Aktien könnte die Gesamt-Marktkapitalisierung um etwa 5 US-Dollar sinken

Laut einer gemeinsamen Studie von Xavier Gabaix, Ökonom an der Harvard University, und Ralph Koijen, Professor an der University of Chicago, gibt es an den US-Aktienmärkten einen „Liquiditätsmultiplikatoreffekt“: Wenn 1 US-Dollar Kapital aus dem Aktienmarkt abfließt, könnte die gesamte Marktkapitalisierung des Marktes um etwa 5 US-Dollar zurückgehen.

Gabaix sagte: „Ein IPO entzieht grundsätzlich Kapital dem bestehenden Aktienmarkt.“ Er erklärte, der Einfluss auf den Aktienmarkt könne nur dann neutral bleiben, wenn IPO-Mittel vollständig aus dem Anleihemarkt, von Auslandsinvestoren oder aus neuem Kapital außerhalb anderer Märkte stammen.

GMO-Studie: Wenn das IPO-Volumen am Aktienmarkt um 1% steigt, sinkt die durchschnittliche Rendite in den nächsten 12 Monaten um 7,5%

Eine Studie des Investmentunternehmens GMO hat anhand statistischer Veränderungen untersucht, wie sich der Anteil des IPO-Finanzierungsvolumens am gesamten Aktienmarktvolumen entwickelt: Mit jedem Anstieg um 1 Prozentpunkt sinkt die durchschnittliche Rendite an den Aktienmärkten in den kommenden 12 Monaten um etwa 7,5 Prozentpunkte.

Die im Bericht zitierten Schätzungen gehen davon aus, dass das kumulierte Finanzierungsvolumen von SpaceX, OpenAI und Anthropic insgesamt etwa 5% der gesamten Marktkapitalisierung des US-Aktienmarkts ausmacht. Nach dem GMO-Modell entspricht das einem Abwärtsrisiko von nahe 40% für die US-Aktienmärkte in den kommenden 12 Monaten (7,5% × 5 = etwa 37,5%). Der Bericht weist zudem darauf hin, dass dies nicht bedeutet, dass es zwangsläufig zu einem ähnlichen Crash wie 2000 oder 2008 kommt.

Historische Einordnung von Baker: Die höchsten Rekorde für großvolumige Eigenkapitalfinanzierungen lagen 1929 und 2000

Malcolm Baker, Professor an der Harvard Business School, sagt, große IPO-Emissionen seien häufig ein wichtiges Signal für das „irrationale Aufschwung“-Narrativ an der Wall Street. Historische Daten zeigen, dass Phasen mit Rekordvolumen bei der US-Eigenkapitalfinanzierung typischerweise mit besonders euphorischer Marktstimmung zusammenfallen. Die ersten beiden der bekannten historischen Rekorde fielen jeweils in die Zeit kurz vor der Großen Depression von 1929 und in die Phase am Höhepunkt der Internetblase im Jahr 2000. Baker sagte: „Wir alle wissen, was später passiert ist.“

Häufige Fragen

„US-Aktien stehen vor einem Risiko von nahezu 40% Abwärtsbewegung“ – worauf basiert diese Aussage?

Das ist das Ergebnis, das GMO auf Basis eines historischen statistischen Modells ableitet, bei dem das Verhältnis des IPO-Finanzierungsvolumens zum Gesamtwert des Aktienmarkts berücksichtigt wird. Die GMO-Studie zeigt: Mit jedem Anstieg um 1 Prozentpunkt sinkt die durchschnittliche Rendite an den Aktienmärkten in den kommenden 12 Monaten um etwa 7,5 Prozentpunkte. Die im Bericht zitierten Schätzungen setzen das kombinierte IPO-Finanzierungsvolumen der drei Unternehmen (SpaceX, OpenAI, Anthropic) mit etwa 5% der gesamten Marktkapitalisierung des Aktienmarkts gleich und multiplizieren das anschließend mit 7,5, woraus sich rund 37,5% ergeben. Das ist eine statistische Schätzung des Studienmodells und keine gesicherte Schlussfolgerung, dass der Markt sicher fallen wird.

Gibt es konkrete Daten, die die Harvard-Gabaix-Aussage „1 US-Dollar entsprechen 5 US-Dollar Marktrückgang“ stützen?

Laut dem Bericht stammt dieser „Liquiditätsmultiplikatoreffekt“ aus einer gemeinsamen Studie von Xavier Gabaix und Ralph Koijen. Dieser Faktor steht für die gesamte Liquiditätssensitivität des Aktienmarkts und spiegelt die Verstärkung durch das passive Rebalancing-Verhalten institutioneller Investoren auf die Gesamtbewertung des Aktienmarkts wider. Der Bericht liefert keine weiteren Details zur Methodik der Studie. Interessierte Leser können die Original-Publikationen von Gabaix und Koijen konsultieren.

Wie unterscheidet sich dieser aktuelle AI-IPO-Hype grundsätzlich von der Internetblase 2000?

Dem Bericht zufolge sagen Analysten: Die heutige KI-Branche habe tatsächlich echte technische Durchbrüche und einen unternehmerischen Mehrwert – das unterscheidet sie grundsätzlich von Internetunternehmen, denen im Jahr 2000 in großem Umfang ein tragfähiges Geschäftsmodell fehlte. Der Bericht zitiert jedoch gleichzeitig die Ansicht von Baker: Selbst eine große technische Revolution könne nicht verhindern, dass es an den Kapitalmärkten zu einer zeitweisen Bewertungsblase kommt. Das sind die im Bericht wiedergegebenen Einschätzungen von Analysten und nicht das abschließende Bewertungsergebnis offizieller Institutionen zum Markt.

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