Laut Bloomberg haben globale Hedgefonds am 15. Juni ihre Portfolios vor der erwarteten Unterzeichnung des US-Iran-Friedensabkommens am Freitag (19. Juni) neu ausgerichtet. Dabei wurde Kapital in kurz laufende US-Treasuries, asiatische Währungen und Aktien aus Schwellenländern verlagert, die während des Konflikts stark überverkauft waren.
Marktdaten spiegelten die Stimmungsänderung wider: Die internationalen Ölpreise fielen, was globale Aktien und Anleihen stützte. Gleichzeitig schwächten sinkende Risikoprämien den US-Dollar. Die Renditen von Staatsanleihen gingen über die gesamte Zinsstrukturkurve zurück: Die Renditen zweijähriger Laufzeiten fielen um 6 Basispunkte auf 4,02%, während die Renditen zehnjähriger Laufzeiten um 5 Basispunkte auf 4,43% sanken. Dies deutet auf geringere Erwartungen für weitere Zinserhöhungen der Fed hin. Fondsmanager erklärten, das Friedensabkommen löse eine zentrale Variable, die die Märkte in den vergangenen Monaten belastet habe. Thomas Hayes von Great Hill Capital bemerkte, dass sich die Anlagelogik wieder in Richtung der Bedingungen vor dem Konflikt von Anfang 2026 drehe; der Fonds stockt nun US-Konsuma ktien auf. Steven Grey von Grey Value Management hob kurz laufende Treasuries als attraktiv hervor, angesichts der derzeitigen Spanne von 40 Basispunkten zwischen der Rendite zehnjähriger und zweijähriger Laufzeiten. Besonders auffällig: Die asiatischen Märkte erlitten während des Konflikts die größten Verluste—die Benchmark-Indizes von Indien und Indonesien zählen zu den schwächsten Performern des Jahres 2026—was sie für eine deutliche Erholung positioniert.