
Die Hong Kong Monetary Authority (HKMA) hat offiziell die ersten beiden gesetzlichen Stablecoin-Lizenzen erteilt; sie gehen jeweils an die HSBC Bank sowie an das von der Standard Chartered Bank, Animoca Brands und der Hong Kong Telecommunications Group gemeinsam gegründete Joint Venture Anchorpoint Financial. Gleichzeitig bestätigt die HKMA, dass der bestehende Aufsichtsrahmen technisch die Ausgabe von an den Renminbi (RMB) gekoppelten Stablecoins zulässt, wobei die betreffenden Unternehmen jedoch im Voraus die formelle Genehmigung der Aufsichtsbehörden auf dem chinesischen Festland einholen müssen.
Die von der HKMA erteilten ersten Lizenzen legen den grundlegenden Rahmen für den Marktzugang des gesetzlichen Stablecoin-Markts in Hongkong fest. Gemäß den aufsichtsrechtlichen Anforderungen müssen Emittenten 100% ihrer Liquiditätsreserven vorhalten und das eingezahlte Kapital darf nicht unter 25.000.000 HKD liegen.
Das Vorhaben der HSBC für einen Hongkong-Dollar-Stablecoin wird in PayMe und die HSBC Hong Kong App integriert und unterstützt drei zentrale Nutzungsszenarien: P2P-Überweisungen von Privatpersonen, P2M-Zahlungen von Händlern sowie Investitionen in tokenisierte Produkte. Als eine der größten Retail-Banken in Hongkong senkt der Markteintritt der HSBC erheblich die Hürde für normale Nutzer, Stablecoins kennenzulernen; ihre bestehende, umfangreiche Nutzerbasis für Anwendungen wird zudem ein wichtiger Kanal für die schnelle Verbreitung von Hongkong-Dollar-Stablecoins sein.
Anchorpoint Financial plant die Einführung des Hongkong-Dollar-Stablecoins HKDAP, der frühestens im zweiten Quartal 2026 mit der Ausgabe starten könnte; derzeit werden die technischen und Compliance-Vorbereitungen entsprechend den aufsichtsrechtlichen Vorgaben vorangetrieben.
Dass Hongkong RMB-Stablecoins erlaubt, ist die strategisch bedeutendste Bestimmung in diesem aufsichtsrechtlichen Rahmen. Die HKMA hat ausdrücklich erklärt, dass Emittenten die Art der Ankerwährung selbst wählen können; der RMB fällt technisch in den erlaubten Bereich, vorausgesetzt, dass der Emittent im Voraus die formelle Genehmigung der Aufsichtsbehörden auf dem chinesischen Festland einholt.
Diese Vorbedingungen spiegeln die Abwägung Hongkongs zwischen digitaler Finanzinnovation und dem regulatorischen Rahmen für Kapitalverkehrsbeschränkungen auf dem chinesischen Festland wider. China hat strenge Vorschriften für grenzüberschreitende Kapitalbewegungen und die Ausgabe von Währungen; die endgültige Umsetzung von RMB-Stablecoins bleibt daher weiterhin stark ungewiss. Dennoch schafft die HKMA in ihrem aufsichtsrechtlichen Rahmen ausdrücklich einen rechtlichen Pfad für RMB-Stablecoins; das allein ist bereits eine bedeutungssymbolische institutionelle Ausgestaltung.
Wenn RMB-Stablecoins letztlich genehmigt werden, eröffnet dies für Hongkong und das chinesische Festland neue Kanäle für die digitale Finanzintegration und hätte eine erhebliche strategische Bedeutung für die Abwicklung grenzüberschreitender Handelsgeschäfte und den Internationalisierungsprozess des RMB.
Gemäß dem Rahmenwerk, das die HKMA veröffentlicht hat, müssen alle lizenzierten Stablecoin-Emittenten die folgenden Standards erfüllen:
100% Liquiditätsreserven: Emittenten müssen alle im Umlauf befindlichen Stablecoins durch gleichwertige liquide Vermögenswerte stützen, um sicherzustellen, dass jederzeit eine Rückgabe im Verhältnis 1:1 abgeschlossen werden kann
Mindestkapital-Schwelle: Das eingezahlte Kapital darf nicht unter 25.000.000 HKD liegen, um sicherzustellen, dass die Emissionsstelle über ausreichende finanzielle Stärke verfügt
Trennung der Kundengelder: Die Kundengelder müssen strikt von den eigenen Vermögenswerten der Emissionsstelle getrennt werden, um die Rechte der Nutzer zu schützen
Regelmäßige Compliance-Berichte: Es müssen regelmäßig Finanzberichte und Informationen aus unabhängigen Prüfungen bei der HKMA eingereicht werden
Das Finanzministerium von Hongkong erklärte: „Hongkong baut einen Rahmen auf, dem man vertrauen kann, um Innovation und Finanzstabilität in Einklang zu bringen.“ Diese Haltung spiegelt den allgemeinen Trend großer globaler Finanzzentren wider, bei dem man für Krypto-Innovationen Regeln festlegt und gleichzeitig regulatorische Flexibilität beibehält.
Der aufsichtsrechtliche Rahmen der HKMA erlaubt es Emittenten, die Art der Ankerwährung selbst zu wählen; der RMB fällt technisch in den erlaubten Bereich. Diese institutionelle Ausgestaltung entspricht der Position Hongkongs als finanziellem Drehkreuz, das das chinesische Festland und internationale Märkte verbindet; in der Praxis muss die Ausgabe jedoch die formelle Genehmigung der Aufsichtsbehörden auf dem chinesischen Festland erhalten. Derzeit gibt es noch keine genehmigten Pläne für RMB-Stablecoins.
HSBC plant, den Hongkong-Dollar-Stablecoin in der zweiten Jahreshälfte 2026 in PayMe und die HSBC Hong Kong App zu integrieren und unterstützt P2P-Überweisungen von Privatpersonen, P2M-Händlerzahlungen sowie Investitionen in tokenisierte Produkte. Nutzer können den Stablecoin über die vorhandene Bankschnittstelle der App direkt nutzen, ohne zusätzliches Krypto-Wallet.
Die Emittenten müssen 100% ihrer Liquiditätsreserven vorhalten, das eingezahlte Kapital darf nicht unter 25.000.000 HKD liegen, die Kundengelder müssen strikt getrennt werden, und außerdem müssen sie regelmäßig Compliance-Berichte sowie Prüfungsinformationen bei der HKMA einreichen. Diese Anforderungen sollen sicherstellen, dass Nutzer den Stablecoin jederzeit im Verhältnis 1:1 zurückgeben (redeem) können, und die Sicherheit der Vermögenswerte gewährleisten.