Laut dem am 16. Juni veröffentlichten IMF-Bericht zog Nigeria in den vergangenen 12 Monaten 59 Milliarden US-Dollar an Krypto-Zuflüssen an und machte damit rund 60% des Stablecoin-Verkehrs in Subsahara-Afrika aus. Die Zentralbank warnte, dass eine weitverbreitete Nutzung von an den US-Dollar gekoppelten Stablecoins die lokale Währung Naira verdrängen und geldpolitische Steuerungsinstrumente schwächen könnte.
Hohe Überweisungskosten im Durchschnitt von 9% im Vergleich zu 6% im globalen Durchschnitt, kombiniert mit Naira-Volatilität, haben Unternehmen und Haushalte dazu veranlasst, Stablecoins für grenzüberschreitende Überweisungen und zur Wertaufbewahrung zu nutzen. Allerdings macht die Verlagerung von Transaktionen in private digitale Wallets die regulatorische Aufsicht schwieriger und erhöht Risiken im Zusammenhang mit illegalen Geldflüssen.