Laut BlockBeats erreichte der japanische Yen am 22. Juni einen Stand von 161,7 gegenüber dem US-Dollar und näherte sich damit seinem niedrigsten Stand seit 1986 bei 161,96. Die japanischen Währungsbehörden haben angesichts der Kursschwankungen auf öffentliche Zurückhaltung umgeschaltet: Finanzminister Koyama gab lediglich vage Bemerkungen zu „zeitnahen Reaktionen“ ab, während sich Vize-Finanzminister Mimura seit Anfang Mai öffentlich bedeckt hielt – ein bemerkenswerter Unterschied zu seinen früheren Warnungen vor der Intervention im April.
Daten der CFTC zeigen, dass die Netto-Short-Positionen im japanischen Yen auf 145.818 Kontrakte gestiegen sind, den höchsten Stand seit Juli 2024. Das deutet auf eine stark konzentrierte spekulative Positionierung hin. Der stellvertretende Gouverneur der Bank of Japan, Himino, warnte am Montag das Parlament, dass das Inflationsrisiko deutlich vom 2%-Ziel abweichen könnte; zudem bestehe die Möglichkeit, dass eine weitere Abwertung des Yen die Importkosten weiter nach oben treibt.