Laut JPMorgan-Chase-Strategen unter der Leitung von Mislav Matejka ist es am 26. Mai zu einer Überbewertung des Risikos möglicher Zinserhöhungen durch die Zentralbank gekommen. Das schaffe Bedingungen für eine Erholung bei Aktien mit geringer Volatilität wie Konsumgütern und Versorgern.
Das JPMorgan-Team merkte in einer Research-Notiz an, dass das derzeitige makroökonomische Umfeld sich deutlich von 2022 unterscheide. Daher erwarten sie, dass sowohl die Renditen von Anleihen als auch die Ölpreise in den nächsten 6 bis 12 Monaten sinken werden – vor dem Hintergrund der Erwartung, dass alle Konfliktparteien einen Ausstieg anstreben. Die Strategen gehen außerdem davon aus, dass die Unternehmensgewinne stark bleiben, und sehen Stagflation nicht als das wahrscheinlichste makroökonomische Szenario für die zweite Hälfte 2026.