Kalshi bringt den ersten US-Bitcoin-Perpetual-Contract an den Start und schafft mit 92,9 Billionen Off-Chain-Marktvolumen einen „konformen“ Einstiegspunkt

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Kalshi比特幣永續合約

Die US-Vorhersagemarktplattform Kalshi gab am 3. Juni bekannt, dass sie nach dem am 29. Mai von der CFTC veröffentlichten Genehmigungsbefehl offiziell den „ersten regulierten Bitcoin-Perpetual-Futures-Kontrakt der USA“ BTCPERP gestartet hat. Der maximale Hebel liegt bei 6,3x und damit deutlich unter dem Niveau gängiger Offshore-Plattformen; außerdem werden Agrarprodukte ausdrücklich aus der Produktlinie ausgeschlossen.

BTCPERP bestätigte Kontraktspezifikationen und CFTC-Genehmigungsbedingungen

Laut den offiziellen Angaben von Kalshi und dem CFTC-Genehmigungsbefehl (29. Mai 2026) lauten die bestätigten Spezifikationen von BTCPERP wie folgt: Der Kontrakt ist an den Spotkurs von Bitcoin gekoppelt; es gibt kein Verfallsdatum (solange die Margin ausreichend ist, kann die Position fortgeführt werden); die Funding Rate wird alle 8 Stunden abgerechnet. Wenn der Kontraktpreis über dem Spot liegt, zahlt der Long-Teil dem Short-Teil eine Gebühr, umgekehrt entsprechend andersherum; maximaler Hebel 6,3x; außerdem ist im System ein Zwangsliquidationsmechanismus eingerichtet, um zu verhindern, dass der Kontosaldo in den negativen Bereich rutscht.

Kalshi-CEO Tarek Mansour erklärte in einem Interview mit „CNBC“, dass Perpetual-Futures „die reinste Form des Handels“ seien. Dies stehe für die Umstellung des Unternehmens auf eine Allround-Derivatebörse, und er betonte, dass regulierte Perpetual-Kontrakte die Kapitalallokation und das Risikomanagement von US-Unternehmen verbessern würden.

Rechtlicher Druck für Kalshi: Gesetzgebung in Minnesota und Untersuchung des Repräsentantenhauses

Nach Abschluss der neuesten Finanzierungsrunde liegt die Bewertung von Kalshi bei 22 Milliarden US-Dollar, gleichzeitig sieht sich das Unternehmen jedoch mit doppeltem rechtlichem Druck konfrontiert. Die jüngste Gesetzgebung in US-Bundesstaat Minnesota stuft den Betrieb von Vorhersagemärkten in dem Bundesstaat als Verbrechen ein; Kalshi reichte am 28. Mai 2026 Klage gegen den Attorney General von Minnesota, Keith Ellison, sowie andere Regierungsbeamte des Bundesstaats ein. Dabei argumentiert Kalshi, Bundesrecht habe Vorrang vor Landesrecht, und fordert, dass das Gericht die Durchsetzung des Gesetzes stoppt. Das US-Justizministerium und die CFTC haben ebenfalls Klage gegen den Bundesstaat eingereicht, um die ausschließliche Aufsichtskompetenz der Bundesbehörden zu verteidigen.

Auf der anderen Seite kündigte James Comer, Vorsitzender des Ausschusses für Aufsicht und Regierungsreform im US-Repräsentantenhaus, kürzlich an, dass eine umfassende Untersuchung von Kalshi und Polymarket eingeleitet wird. Der Fokus liegt auf den KYC-Compliance-Prozessen, Systemen zur Identitätsverifizierung, dem Monitoring ungewöhnlicher Handelsaktivitäten sowie Maßnahmen, die verhindern sollen, dass Nutzer im Ausland die geografischen Beschränkungen umgehen, die US-Vorschriften aussetzen.

Häufige Fragen

Worin besteht der grundlegende Unterschied zwischen Perpetual-Futures und traditionellen Termin-Futures, und warum werden sie speziell von der CFTC reguliert?

Traditionelle Termin-Futures haben ein Verfallsdatum; bei Fälligkeit muss abgerechnet oder gerollt werden. Perpetual-Futures haben kein Verfallsdatum: Solange die Margin ausreichend ist, kann die Position unbegrenzt gehalten werden. Über die Funding-Rate-Maßnahmen wird zudem eine Verankerung an den Spotkurs aufrechterhalten. Da Perpetual-Futures Hebelwirkung mit einer unbefristeten Haltedauer kombinieren, ist das systemische Risiko höher; die CFTC hatte dafür zuvor strenge Genehmigungsprozesse für Compliance-Pfade innerhalb des Landes. Die Genehmigung von Kalshi sei der erste Fall, der diesen Prüfprozess erfolgreich durchlaufen habe.

Wie groß ist die Lücke bei maximal 6,3x Hebel im Vergleich zu Offshore-Plattformen?

Laut den offiziellen Angaben von Kalshi ist der maximale Hebel von 6,3x die Obergrenze, die unter den CFTC-Compliance-Anforderungen gilt. „Deutlich unter dem Niveau gängiger Offshore-Plattformen.“ Bedeutende Offshore-Plattformen wie Binance bieten üblicherweise für Bitcoin-Perpetual-Futures einen maximalen Hebel von bis zu 125x. Die Begrenzung auf 6,3x spiegelt die Anforderungen der CFTC zur Kontrolle systemischer Risiken wider und richtet sich an institutionelle Anleger, die einen regulierten Zugang suchen, aber einen geringeren Hebel akzeptieren können.

Welche Bedrohung stellt die Gesetzgebung in Minnesota für Kalshi im Betrieb in den USA dar?

Die Gesetzgebung in Minnesota stuft den Betrieb von Vorhersagemärkten innerhalb des Bundesstaats als Verbrechen ein. Sollte das Gesetz in Kraft bleiben, kann Kalshi in Minnesota keine Nutzer mehr bedienen. Der Kernpunkt der Klage von Kalshi ist, dass Bundesrecht (das CFTC-Regulierungsrahmenwerk) Vorrang vor Landesrecht hat. Das US-Justizministerium und die CFTC haben Unterstützung für diese Position eingereicht; das Ergebnis des Falls wird beeinflussen, ob andere Bundesstaaten ähnliche Gesetzgebung nachahmen.

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