Gesetzgeber zielen mit dem BETS OFF Act-Vorschlag auf Kalshi und Polymarket ab

US-Gesetzgeber verstärken ihre Bemühungen, Vorhersagemärkte zu regulieren, mit neuen Gesetzesentwürfen, die Wetten im Zusammenhang mit sensiblen nationalen und globalen Ereignissen ins Visier nehmen.

Chris Murphy und Greg Casar haben einen zweikammerigen Gesetzentwurf namens BETS OFF Act vorgestellt, kurz für Banning Event Trading on Sensitive Operations and Federal Functions.

Der Vorschlag zielt darauf ab, Wetten auf Ereignisse wie Regierungsmaßnahmen, Kriege, terroristische Vorfälle und Attentate in Vorhersagemärkten zu verbieten.

Die Gesetzgeber argumentieren, dass die Zulassung solcher Verträge ernsthafte ethische und sicherheitstechnische Bedenken aufwirft. Insbesondere Märkte, die mit realen Krisen verbunden sind, könnten finanzielle Anreize für schädliches Verhalten schaffen oder Personen mit Insiderwissen ermöglichen, unfaire Gewinne zu erzielen.

Nach dem vorgeschlagenen Gesetzesentwurf sollen Vorhersageplattformen daran gehindert werden, Verträge zu Ereignissen anzubieten, bei denen Ergebnisse von Insidern beeinflusst, kontrolliert oder vorhersehbar sind. Dazu gehören Szenarien, die Entscheidungsprozesse auf Bundesebene oder sensible geopolitische Entwicklungen betreffen.

Es ist erwähnenswert, dass der Gesetzentwurf zu einer Zeit vorgelegt wird, in der Plattformen wie Kalshi und Polymarket bei Privat- und Institutionalkunden an Popularität gewinnen. Diese Plattformen ermöglichen es Teilnehmern, auf den Ausgang verschiedener realer Ereignisse zu spekulieren, von Wahlen bis hin zu Wirtschaftsindikatoren.

Regulierungsbehörden, darunter die Commodity Futures Trading Commission, haben solche Märkte bereits genauer unter die Lupe genommen, insbesondere wegen Bedenken hinsichtlich Compliance, Marktmanipulation und der Einstufung von ereignisbasierten Verträgen.

Der BETS OFF Act ist eine von mehreren jüngsten Gesetzesinitiativen, die darauf abzielen, die Aufsicht über den Sektor zu verschärfen.

Politiker scheinen zunehmend darauf fokussiert zu sein, klarere Grenzen dafür zu ziehen, welche Arten von Ereignissen für den Handel commodifiziert werden können.

Befürworter des Gesetzentwurfs sagen, dass er notwendig ist, um Missbrauch auf Finanzmärkten zu verhindern und das öffentliche Interesse zu schützen. Kritiker warnen jedoch, dass zu weit gefasste Beschränkungen Innovationen in aufkommenden Finanztechnologien ersticken und das Wachstum von Vorhersagemärkten als Instrument zur Preisfindung einschränken könnten.

Während die Debatte andauert, hebt das Gesetz die wachsende Spannung zwischen Innovation und Regulierung im sich entwickelnden Bereich der ereignisbasierten Handelsplattformen hervor.

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