Laut Jan Philipp Fritsche, Mitgründer von Bermuda, einer datenschutzorientierten Compliance-Lösung für Ethereum, in einem Interview mit Bitcoin.com News diese Woche, fehlt Stablecoin-Emittenten häufig die nötige Ausrüstung, um rechtswidrige Vermögenswerte präzise einzufrieren. Infolgedessen können legitime Nutzer Vermögen ohne Vorwarnung oder ohne Vorwürfe von Fehlverhalten eingeschränkt bekommen.
Fritsche stellte fest, dass Compliance-Systeme sich oft auf fehlerhafte Heuristiken stützen, um illegales Verhalten zu erkennen, was zu einer fälschlichen Kennzeichnung rechtmäßiger Aktivitäten führt. Besonders gefährdet sind unerfahrene Trader und erfahrene Veteranen, da die Handelsmuster beider Gruppen für automatisierte Überwachungssysteme ungewöhnlich wirken können. Nutzer erhalten in der Regel keine vorherige Warnung, bevor ein Freeze erfolgt, und selbst danach ist eine Wiederherstellung nur möglich, indem man gerichtlichen Rechtsschutz verfolgt – ein mühsamer Prozess.