Micron Q3 Umsatz steigt um 346%, Speicherknappheit bis 2028

Micron Technology (MU) veröffentlicht Q3-Ergebnisse, Umsatz plus 346 % im Jahresvergleich, Gewinn pro Aktie (EPS) plus über das 10-fache im Jahresvergleich, Bruttomarge bei 85 %. CEO Sanjay Mehrotra erklärte in der Telefonkonferenz zu den Ergebnissen, dass KI am Endgerät zusammen mit dem aufgestauten Ersatzbedarf an Hardware das Wachstum der Speichernachfrage bei PCs und Smartphones vorantreiben wird; das Management gab an, dass die Speicherknappheit mindestens bis 2028 anhalten wird.

Microns vier Kernzahlen aus dem Q3-Bericht

Die wichtigsten quantitativen Daten des Quartalsberichts lauten wie folgt:

Umsatzwachstum: +346 % im Jahresvergleich

Gewinn pro Aktie (EPS): +über das 10-fache im Jahresvergleich

Bruttomarge: 85 % (spiegelt direkt die Preissetzungsmacht aufgrund des Ungleichgewichts zwischen Speicherangebot und -nachfrage wider)

Betriebsgewinnmarge: 80 % (Anteil des Vorsteuergewinns am Umsatz)

Dauer der Speicherknappheit: Das Management erklärte in der Telefonkonferenz, dass sie mindestens bis 2028 anhalten wird.

Apple-Aktie fällt: Speicherkosten treiben Gerätepreise in die Höhe

Die Auswirkungen der Speicherknappheit haben bereits direkt auf die Unterhaltungselektronik durchgeschlagen. Apple gab am Donnerstag bekannt, die Preise einiger Laptops und Tablets zu erhöhen, um den steigenden Speicher- und Lagerkosten zu begegnen, woraufhin die Aktie um 5 % fiel. Auch die Hyperscaler-Rechenzentrumsbetreiber, die den Kundenstamm von Microns Rechenzentrum ausmachen, sind mit höheren Speicherbeschaffungskosten konfrontiert.

Bislang konzentrieren sich KI-Implementierungen hauptsächlich auf Rechenzentren, die cloudbasierte Anwendungen wie OpenAIs ChatGPT und Anthropics Claude unterstützen.

CEOs Mehrotra Edge-KI-Ausführungen in der Telefonkonferenz

Micron-CEO Sanjay Mehrotra erklärte in der Telefonkonferenz zu den Q3-Ergebnissen: „Im Laufe der Zeit erwarten wir, dass der Wert der KI am Endgerät zusammen mit dem aufgestauten Ersatzbedarf an Hardware das Wachstum der Speichernachfrage bei PCs und Smartphones vorantreiben wird."

Das Management wies gleichzeitig darauf hin, dass die Ausweitung der KI Endgeräteszenarien wie Smartphones, High-End-PCs, Automobile, Industrieanwendungen und Roboter abdecken wird – genau die Hauptmärkte von Intel (INTC), AMD (AMD), Arm Holdings (ARM) und Qualcomm (QCOM).

Global Market Insights prognostiziert, dass der globale Markt für Edge-KI von derzeit 30,9 Milliarden US-Dollar auf 225,5 Milliarden US-Dollar im Jahr 2035 wachsen wird, bei einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von 24,7 %. Arm hält einen Anteil von 99 % am globalen Smartphone-CPU-Markt, und Qualcomm erzielt den Großteil seiner Einnahmen ebenfalls aus Smartphones; beide Unternehmen fallen in den Bereich der von der Micron-Führung in ihren Edge-KI-Ausführungen ausdrücklich genannten Nutznießer.

Häufig gestellte Fragen

Worauf stützt sich die Aussage des Micron-Managements, dass die Speicherknappheit mindestens bis 2028 anhalten wird?

Microns Q3-Bruttomarge von 85 % und Betriebsgewinnmarge von 80 % spiegeln direkt das durch die KI-Nachfrage verursachte Ungleichgewicht zwischen Speicherangebot und -nachfrage wider. Das Management erklärte in der Telefonkonferenz ausdrücklich, dass die Knappheit mindestens bis 2028 anhalten wird, was mittelfristig die Preissetzungsmacht und Rentabilität des Unternehmens untermauert.

Welcher direkte Zusammenhang besteht zwischen dem Kursrückgang von Apple um 5 % am Donnerstag und dem Micron-Bericht?

Der Zeitpunkt der Ankündigung von Apple, die Preise einiger Laptops und Tablets zu erhöhen, fällt mit dem Micron-Bericht zusammen, und die Ursachen stehen in direktem Zusammenhang mit den gestiegenen Speicher- und Lagerkosten. Apples Preiserhöhung ist ein konkretes Beispiel für die Weitergabe der Kosten der Speicherknappheit an die Endverbraucher von Unterhaltungselektronik.

Woher stammt die Aussage, dass Intel, AMD, Arm und Qualcomm von Edge-KI profitieren?

Micron-CEO Mehrotra erwähnte in der Telefonkonferenz zu den Q3-Ergebnissen ausdrücklich, dass die boomenden KI-Szenarien Smartphones, High-End-PCs und andere Unterhaltungselektronikgeräte abdecken werden; diese vier Unternehmen sind die wichtigsten Chiphersteller für die genannten Gerätemärkte. Die obigen Ausführungen sind eine direkte Aussage des Micron-Managements in der Telefonkonferenz.

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