
Nic Carter, Partner bei Castle Island Ventures, sagte in einem am 28. Mai von DEGEN NEWS geteilten Video, dass Solana für Angriffe mit Quantenresistenz vollständig neu aufgebaut werden müsse. Er wies darauf hin, dass die Solana-Architektur stark auf die Hardware-Ebene hin optimiert sei und sich um die Kryptografie der elliptischen Kurven drehe. Bei der Einführung von Lösungen der Post-Quanten-Kryptografie werde sich der Durchsatz zwangsläufig verringern.
Direktes Zitat von Nic Carter: Elliptische-Kurven-Optimierung und der Preis beim Durchsatz
Carter sagte in dem Video: „Das wird für Solana ziemlich knifflig sein, weil sie um irgendeine Variante einer elliptischen Kurve herum hoch optimiert haben – auch auf Hardware-Ebene mit gezielten Optimierungen. Die gesamte Kernidee von Solana ist hoher Durchsatz. Am Ende könnten sie auf Kryptografie auf Gittern setzen, aber sie werden langsamer werden, und der Durchsatz könnte sinken. Und genau das ist die ganze Bedeutung von Solana.“
Carter sieht es technisch so: Die für Quantenresistenz benötigte Kryptografie auf Gittern (Lattice-based Cryptography) ist von Natur aus langsamer als die Kryptografie elliptischer Kurven, und hoher Durchsatz ist der zentrale Wettbewerbsvorteil von Solana.
Bestätigte technische Auswahl von Anza und Firedancer: Falcon-Signaturen
Zwei wichtigste Entwicklungsteams von Solana, Anza und Firedancer, haben über Jahre hinweg jeweils unabhängig voneinander Post-Quanten-Übergangsszenarien erforscht und sind schließlich zu demselben Schluss gekommen: die Einführung eines neuen digitalen Signatursystems namens „Falcon“. Falcon wurde speziell für Hochgeschwindigkeits-Blockchains entwickelt und soll beim Sicherheits-Upgrade die Transaktionsgeschwindigkeit nicht wesentlich senken.
Zum Zeitpunkt der Berichterstattung hatten beide Teams bereits die Anfangsversion von Falcon auf GitHub veröffentlicht. Außerdem ist das bestehende Tool „Blueshift Winternitz Vault“ seit über zwei Jahren ununterbrochen im Einsatz. In einem Forschungs-Whitepaper von Google Quantum AI für 2026 wird dieses Tool zitiert und als eines der Musterbeispiele für die Blockchain-Branche im Umgang mit Quantenrisiken bezeichnet.
Beschleunigtes Upgrade bei der Bedrohung durch Quantencomputing: Vergleich der Studiendaten von 2022 bis 2026
Eine Studie der University of Sussex von 2022 schätzte, dass das Knacken von Bitcoin mehrere Millionen physische Qubits erfordert. Googles Forschungsarbeit aus 2026 zeigt, dass dieser Bedarf um etwa das 20-Fache gesunken ist. In dem Bericht heißt es, dass ein System mit weniger als 500.000 physischen Qubits bestehende Kryptoalgorithmen innerhalb weniger Minuten knacken kann.
Durch diesen Durchbruch wird ein „Angriff während der Ausgaben“ technisch möglich: Angreifer können innerhalb der 10-Minuten-Blockzeit von Bitcoin gezielt auf aktive Transaktionen zugreifen. Goldman Sachs hat die Forschung zu Quantencomputing-Themen kürzlich reduziert, während JPMorgan 50 Wissenschaftler einsetzt, um die Auswirkungen von Quantentechnologien auf die Netzwerksicherheit zu untersuchen.
Häufige Fragen
Warum glaubt Nic Carter, dass das Quanten-Upgrade von Solana besonders schwierig ist?
Carter führt an, dass Solana bereits auf der Hardware-Ebene stark und gezielt auf Kryptografie mit elliptischen Kurven optimiert wurde. Die auf Gittern basierende Kryptografie, die Quantenangriffe abwehren kann, sei hingegen von Natur aus langsamer. Carters Kernaussage ist: Es gibt einen direkten technischen Widerspruch zwischen einem Quantenresistenz-Upgrade und Solanas zentralem Wettbewerbsvorteil des hohen Durchsatzes – ein solcher Widerspruch sei bei anderen Architekturen deutlich seltener.
Warum haben Anza und Firedancer beide unabhängig Falcon ausgewählt?
Beide Entwicklungsteams haben jeweils unabhängig voneinander Post-Quanten-Übergangslösungen erforscht und kamen zu dem Ergebnis, dass Falcon in den Post-Quanten-Standards für digitale Signaturen am besten für Umgebungen mit hohem Durchsatz geeignet ist. Beide Teams haben bereits jeweils eigene Initialversionen auf GitHub veröffentlicht. Zum Zeitpunkt der Berichterstattung war der konkrete Zeitplan für das Netzwerk-Upgrade jedoch noch nicht bekanntgegeben.
Welche konkreten Erkenntnisse liefert Googles Quantum-Forschungspapier von 2026?
Googles Forschungsarbeit aus 2026 hält fest, dass die Anzahl physischer Qubits, die zum Knacken bestehender Kryptoalgorithmen benötigt wird, gegenüber der Einschätzung aus 2022 um etwa das 20-Fache reduziert wurde. Das Paper nennt, dass Maschinen mit weniger als 500.000 physischen Qubits die aktuellen Kryptoalgorithmen innerhalb weniger Minuten knacken können und Angriffe auf aktive Transaktionen innerhalb der 10-Minuten-Blockzeit von Bitcoin technisch real werden.