Mehr als 60 % der geplanten US-KI-Datencentren sollen in von Dürre betroffenen Regionen entstehen, zeigt ein Bericht

Laut einem Guardian-Bericht vom 8. Juni werden mehr als 60 Prozent der geplanten KI-Rechenzentrumsprojekte in den Vereinigten Staaten in Regionen verortet, die unter schwerer Dürre leiden. Von 809 geplanten Rechenzentrumsprojekten befinden sich 517 in Gebieten, die in den vergangenen 12 Monaten von anhaltender Dürre betroffen waren, wie die Analysefirma Cleanview und US-Bundesdaten ermittelt haben.

Große KI-Rechenzentren benötigen erhebliche Mengen an aufbereitetem Wasser für die Serverkühlung, wobei einige Einrichtungen bis zu 5 Millionen Gallonen pro Tag verbrauchen. Für den Sektor wird erwartet, dass der Wasserverbrauch von rund 17 Milliarden Gallonen im Jahr 2023 auf 73 Milliarden Gallonen bis 2028 steigt, wie Forschungsabschätzungen zeigen. Der niederländische Zentralbank-Ökonom Alex de Vries warnte, dass der Ressourcenverbrauch der Rechenzentren zwar global bedeutsam sei, die konzentrierte lokale Auswirkung jedoch unverhältnismäßig ausfallen könne – insbesondere in bereits wasserarmen Regionen, die zudem unter Belastungen durch das Stromnetz oder hitzebedingte Herausforderungen leiden.

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