Mehr als 600 chinesische Universitäten stürzen sich auf KI, eine neue „Karriere-Falle“ entsteht, da Job-Matching auf 55% fällt

Laut Guru Club (吴晓波频道) wurde die Künstliche Intelligenz zwischen 2020 und 2024 zum am schnellsten wachsenden akademischen Bereich in China: In diesem Zeitraum wurden über 400 neue AI-Programmstandorte an mehr als 600 Universitäten eingerichtet. Aktuelle Daten von Macroaxis Research zeigen, dass nur 55% der 2024er Absolventen eines AI-Studiengangs in relevante Positionen eingestiegen sind. Damit liegt der Wert sowohl unter ähnlichen AI-bezogenen Studiengängen mit 60% als auch unter dem nationalen Durchschnitt der Bachelorabschlüsse von 73%.

Die Diskrepanz spiegelt eine tiefere Herausforderung wider: China steht einem Talentmangel von ungefähr 5 Millionen AI-Fachkräften gegenüber, während die aktuellen Universitäten pro Jahr weniger als 200.000 Absolventen hervorbringen. Branchenexperten weisen darauf hin, dass viele neu gestartete AI-Programme keine erfahrenen Lehrkräfte haben; Dozenten aus der Informatik springen um, um AI zu unterrichten. Gleichzeitig zeigt der Sektor sowohl „Arbeitslosigkeit direkt nach dem Abschluss“ als auch „gravierenden Fachkräftemangel“, was darauf hindeutet, dass die tatsächliche Nachfrage nicht nach AI-geschulten Arbeitskräften besteht, sondern nach Spezialisten für Chip-Design, Systemarchitektur, Model-Training und Infrastrukturentwicklung.

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