Laut den Details der Gerichtseinreichung hat Payward, die Muttergesellschaft der Kryptowährungsbörse Kraken, eine Klage gegen die Krypto-Derivateplattform PowerTrade eingereicht, in der behauptet wird, dass digitale Vermögenswerte und Handelsgewinne im Wert von rund 7,2 Millionen US-Dollar durch umstrittene Kontoberichtigungen und rückwirkende Handelsstornierungen unrechtmäßig entfernt wurden. Die Beschwerde wirft PowerTrade vor, einseitige Anpassungen vorgenommen zu haben, die das institutionelle Handelsguthaben von Payward um über 6 Millionen US-Dollar reduzierten, wodurch sich die Kontoposition von einem Überschuss von mehr als 6 Millionen US-Dollar in ein Defizit von fast 2 Millionen US-Dollar verwandelte – nach etwa 100 einzelnen Korrekturen.
Payward und PowerTrade unterhielten ab 2022 eine institutionelle Derivathandelsbeziehung bis Oktober 2025, als Marktrückgänge den Liquiditätsdruck erhöhten. Ein Kraken-Sprecher bestätigte die rechtlichen Schritte und erklärte, dass vor den Gerichten des Dubai International Financial Centre eine weltweite Einfrierungsanordnung gegen PowerTrade und dessen Mitgründer erwirkt wurde. Payward beantragt zudem die Offenlegung von Finanzinstituten, um weitere Vermögenswerte aufzuspüren und die Rückholbemühungen zu unterstützen.