
Das Kernteam von Pi Network gab am 29. März bekannt, dass alle Betreibern von Knoten bis zum 6. April ihre Knoten auf Protocol 21 upgraden müssen. Knoten, die nicht rechtzeitig upgraden, werden zwangsweise von der Mainnet-Verbindung getrennt. Doch diese technische Ankündigung löste in der Community eine Reaktion aus, die weit über das Upgrade selbst hinausging – Hunderte von Pioneer-Nutzern nutzten die Gelegenheit, um ihre starke Unzufriedenheit mit der seit drei Jahren ausgefallenen bzw. nicht funktionierenden KYC-(Know Your Customer)-Lösung (Know your customer) zum Ausdruck zu bringen.
Dieses Upgrade ist Teil einer Reihe von Knotenversion-Iterationen, die Pi Network vorantreibt, mit dem Ziel, die Ökologie letztlich in Richtung Version v23.0 zu führen. Das Kernteam von Pi Network betonte in seiner Ankündigung über den offiziellen X-Account ausdrücklich, dass dieses Upgrade verpflichtend ist und keine Option – wer die Frist verpasst, führt dazu, dass die Verbindung zum Mainnet vollständig unterbrochen wird.
Betreiber von Knoten übernehmen in der Pi-Network-Ökologie zentrale Funktionen, darunter das Verifizieren von Transaktionen, die Aufrechterhaltung des Netzwerk-Konsenses und die Sicherstellung des stabilen Betriebs des Systems. Wenn der Upgrade nicht bis zur jeweiligen Frist abgeschlossen wird, verlieren die Knoten die Fähigkeit, mit dem übrigen Teil des Mainnets synchron zu bleiben – was im Ergebnis bedeutet, dass das Netzwerk sie quasi ausstößt.
6. April: Zwangsfrist für das Upgrade auf Protocol 21; nicht upgraderte Knoten werden von der Mainnet-Verbindung getrennt
Nach dem 6. April: Kontinuierliches Vorantreiben einer Reihe von Versions-Upgrades als Grundlage für die Veröffentlichung von v23.0
18. Mai: Veröffentlichung des v23.0-Versionsplans als wichtiger Meilenstein für diese Upgrade-Serie
Der Kommentarbereich der Upgrade-Ankündigung entwickelte sich schnell zu einer Plattform, auf der Pioneer-Nutzer gemeinsam Stellung bezogen. Der Kern der Forderungen konzentrierte sich stark darauf – das KYC-Validierungssystem ist seit über drei Jahren gestoppt bzw. nicht funktionsfähig.
Der Nutzer Baqeer äußerte: „Seitdem Pi online ist, habe ich geschürft. Aber bis jetzt haben sie mir kein KYC-Validierungs-Kontingent gegeben.“ Dieser Beitrag löste viele zustimmende Reaktionen aus. Ein anderer Nutzer beschrieb eine konkretere Situation: Er gab an, dass er nahezu alle Schritte in der Mainnet-Checkliste abgeschlossen habe, aber die KYC-Validierung seit genau drei Jahren auf sich warten lasse. Der letzte verbleibende Schritt sei ein externes Kriterium, das er angeblich nicht kontrollieren könne; er sagte unverblümt: „PCT, bitte helfen Sie uns, diese Probleme zu lösen.“
Die Auswirkungen der nicht funktionierenden KYC gehen weit über Unannehmlichkeiten im Prozess hinaus. Wenn Pioneer-Nutzer KYC nicht abschließen können, können sie ihre über Jahre geschürften Erträge nicht ins Mainnet übertragen – das bedeutet ein echtes Risiko, dass die zuvor aufgewendeten Zeitkosten faktisch null werden. Einige Mitglieder der Community äußerten zudem tiefere systemische Bedenken: Wenn die Beteiligung an Knoten aufgrund einer Vertrauenskrise weiter zurückgeht, könnte sich Pi Network schließlich in eine stärker zentralisierte Architektur entwickeln, die von nur wenigen Knoten dominiert wird – und damit von dem Kernziel der Dezentralisierung abweicht.
Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung hat das Kernteam von Pi Network noch keine öffentliche Rückmeldung zu KYC-Beschwerden im Zusammenhang mit der Upgrade-Ankündigung gegeben.
Ja. Das Kernteam von Pi Network hat eindeutig erklärt, dass das Upgrade auf Protocol 21 kein optionales Projekt ist. Alle Betreiber von Knoten müssen den Upgrade bis zum 6. April abschließen. Knoten, die die Frist verpassen, werden vollständig von der Mainnet-Verbindung getrennt und verlieren die Fähigkeit, sich mit dem Rest des Netzwerks zu synchronisieren.
KYC (Know Your Customer, „kennen Sie Ihren Kunden“) ist der Identitätsprüfungsprozess, den Pi Network von Pioneer-Nutzern verlangt, um ihn abzuschließen. Nur wenn eine KYC-Validierung erfolgreich durchlaufen wurde, können Nutzer die über Jahre geschürften Pi-Coin-Erträge ins Mainnet übertragen, um sie zu handeln. Wenn die KYC-Validierung nicht abgeschlossen werden kann, können die Schürf-Erträge der Nutzer nicht eingelöst werden.
Derzeit hat das Kernteam von Pi Network noch keine klare Erklärung zu den langfristig aufgestauten KYC-Problemen abgegeben. Die Sorge der Community ist, dass, wenn die Probleme des KYC-Systems weiterhin nicht gelöst werden können, die über viele Jahre angesammelten Schürferträge möglicherweise nicht übertragen werden können. Pi Network hat jedoch bislang keine Richtlinien zu entsprechenden Abwicklungs- oder Ausfallmechanismen veröffentlicht.