Polymarket von der CFTC umfassend untersucht, einschließlich gefälschter Transaktionen und Social-Media-Aktivitäten

彭博社 berichtete am 30. Juni, dass die US-amerikanische Commodity Futures Trading Commission (CFTC) eine umfassende Untersuchung gegen die Prognosemarkt-Plattform Polymarket eingeleitet hat. Bloomberg zitiert mit der Angelegenheit vertraute Personen, wonach die Untersuchung die Social-Media-Aktivitäten von Polymarket, mutmaßliche Scheingeschäfte sowie erfundene Gewinnwetten umfasst – der Umfang der Ermittlungen geht damit über das zuvor berichtete Influencer-Marketingprogramm hinaus. Die CFTC hat bisher kein öffentliches Dokument zu der Untersuchung oder deren Umfang veröffentlicht.


Im WSJ-Originalbericht aufgedeckte Fakten zum Video-Marketing

Eine Untersuchung des Wall Street Journal ergab, dass Polymarket Social-Media-Erstellern, überwiegend Studenten, monatlich 2.000 bis 3.000 US-Dollar zahlte, um auf einer nachgemachten Website, die echte Handelsplattformen imitierte, fingierte Handelsvideos zu drehen. Den Erstellern wurde untersagt, die Vergütung offenzulegen. Die wichtigsten Daten zu den betreffenden Videos:

Gesamtzahl der Videos: Über 1.100 zwischen Dezember 2025 und Mitte Mai 2026 veröffentlicht

Gesamtwert der fiktiven Wetten: Rund 1,9 Millionen US-Dollar – keine der Wetten wurde auf dem echten Markt ausgeführt

Fiktive Gewinnsumme: In 118 Videos feierten die Ersteller fiktive Gewinne von rund 900.000 US-Dollar – diese Wetten hätten auf der eigentlichen Plattform jedoch einen Verlust von über 166.000 US-Dollar verursacht

Nach dem WSJ-Bericht erklärte Polymarket, seine Werbestrategie zu überprüfen, gab jedoch zum Zeitpunkt der Berichterstattung keine öffentliche Stellungnahme zur umfassenden CFTC-Untersuchung ab.


Brief der beiden Senatoren: 10. Juli als Frist für schriftliche CFTC-Antwort

Die kalifornische demokratische Senatorin Adam Schiff und der republikanische Senator John Curtis aus Utah sandten am Donnerstag einen gemeinsamen Brief an CFTC-Vorsitzenden Michael Selig und forderten eine schriftliche Auskunft darüber, ob die CFTC drei spezifische Handlungen von Polymarket untersucht: Nutzung einer simulierten Handelswebsite, manipulative Handelsaktivitäten sowie unbezahlte Influencer-Werbeaktionen.

Die beiden Senatoren setzten den 10. Juli 2026 als Frist für die schriftliche Antwort. Der Brief fragt zudem, ob die CFTC über ausreichende gesetzliche Befugnisse und Ressourcen verfüge, um den Verbraucherschutz zu gewährleisten, der normalerweise von staatlichen und Stammes-Glücksspielaufsichtsbehörden übernommen wird. Zum Zeitpunkt der Berichterstattung hat das Büro des CFTC-Vorsitzenden nicht öffentlich auf den Brief reagiert.


Aktueller CFTC-Durchsetzungsrahmen und Polymarkets Rückkehr in die USA

Die CFTC schloss im Januar 2022 einen Vergleich mit Blockratize Inc. und verhängte eine Zivilstrafe von 1,4 Millionen US-Dollar, weil das Unternehmen ohne Registrierung als Designated Contract Market außerbörsliche ereignisabhängige binäre Optionskontrakte angeboten hatte. Der Vergleich verlangte, dass die Plattform US-Nutzer blockiert. Die CFTC und das Justizministerium hatten im letzten Jahr ihre Untersuchung abgeschlossen, ob Polymarket gegen das US-Nutzerverbot verstoßen hat – einige US-Nutzer umgingen die Einschränkung jedoch weiterhin über VPN.

Polymarket ergreift derzeit Maßnahmen, um die Hauptbörse wieder auf dem US-Markt einzuführen, und arbeitet mit der CFTC zusammen, um das entsprechende Verbot aufzuheben. Die CFTC verklagt derzeit vor einem Bundesgericht die Bundesstaaten Kentucky und New Mexico und argumentiert, dass das Bundesrecht ihr die ausschließliche Zuständigkeit für Ereigniskontrakte verleihe.


Häufig gestellte Fragen

Welche konkrete rechtliche Grundlage hat die umfassende CFTC-Untersuchung gegen Polymarket?

Die CFTC besitzt die Aufsichtsbefugnis über außerbörsliche ereignisabhängige binäre Optionskontrakte und zugehörige Marktaktivitäten. Der Vergleich von 2022 begründete einen Durchsetzungspräzedenzfall der CFTC gegen Polymarket. Zum Zeitpunkt der Berichterstattung hat die CFTC weder die spezifischen Rechtsvorschriften noch Dokumente zum Umfang dieser umfassenden Untersuchung veröffentlicht.

Hat die von den beiden Senatoren gesetzte Frist zum 10. Juli rechtliche Durchsetzungskraft?

Es handelt sich um eine schriftliche Anfrage von Kongressabgeordneten an eine Exekutivbehörde, in der CFTC-Vorsitzender Michael Selig aufgefordert wird, den Stand der Untersuchung schriftlich darzulegen. Derartige Senatorenschreiben haben keine unmittelbare rechtsverbindliche Wirkung, sind jedoch Teil der formellen parlamentarischen Aufsicht über Regulierungsbehörden. Zum Zeitpunkt der Berichterstattung hat die CFTC nicht öffentlich auf das Schreiben reagiert.

Wie lautet die aktuelle offizielle Position von Polymarket zur umfassenden CFTC-Untersuchung?

Zum Zeitpunkt der Berichterstattung am 30. Juni 2026 hat Polymarket keine öffentliche Stellungnahme zur umfassenden CFTC-Untersuchung abgegeben. Nachdem das Wall Street Journal das Video-Marketingprogramm aufgedeckt hatte, erklärte Polymarket, seine Werbestrategie überprüfen zu wollen, nannte jedoch keine konkreten Maßnahmen als Reaktion auf die CFTC-Untersuchung.

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