Laut einer Untersuchung des Wall Street Journal zahlte Polymarket heute (22. Juni) Social-Media-Influencern Geld, damit sie simulierte Trades auf nachgebauten Websites filmen, die entwickelt wurden, um die echte Plattform nachzuahmen, und dabei über 140 Millionen Aufrufe über TikTok, YouTube und Instagram erzeugten. Die verdeckte Kampagne umfasste Dutzende meist im College-Alter befindliche Creator, die angewiesen wurden, ihre finanziellen Beziehungen zu dem Unternehmen zu verbergen. Die Auswertung von mehr als 1.100 Videos identifizierte 778 Fälle, in denen Creator offenbar Wetten platzierten – allesamt auf gefälschten Plattformversionen. Die Creator erhielten zwischen 2.000 und 3.000 US-Dollar pro Monat und wurden angewiesen, ihre Vergütung nicht offenzulegen.
Die Kampagne birgt potenzielle rechtliche Risiken nach Bundesrecht im Bereich Werbung, das bezahlte Unterstützer zur Offenlegung von Markenbeziehungen verpflichtet, sowie nach dem Wertpapier-/Warenrecht, das irreführende Praktiken in Wettmärkten für Vorhersagen verbietet. Die CFTC, die die Zuständigkeit für Vorhersagemärkte hat, hatte zuvor bereits Durchsetzungsmaßnahmen gegen Unternehmen eingeleitet, die in Marketingmaterialien simulierte Trades nutzten.