RBA steht bereit, die Zinsen bei Bedarf zu erhöhen, trotz der am Markt eingepreisten niedrigeren Zinsen, wie die Protokolle vom 30. Juni zeigen.

Laut Jin10 deuten die am 30. Juni veröffentlichten Protokolle der Zentralbanksitzung Australiens darauf hin, dass die Reserve Bank of Australia weiterhin bereit ist, die Zinsen bei Bedarf anzuheben, um die Überschussnachfrage in der Wirtschaft zu beseitigen. Die Märkte preisen jedoch derzeit nur eine Wahrscheinlichkeit von 10 Basispunkten für eine weitere Straffung bis Jahresende und sehen eine Wahrscheinlichkeit von 17 Basispunkten für eine Lockerung im Jahr 2027, was eine deutliche Diskrepanz zur restriktiven Haltung der RBA schafft. Der Widerspruch spiegelt die Überzeugung des Marktes wider, dass die Zinsen ihren Höhepunkt erreicht haben dürften, während die RBA an ihrem Straffungskurs festhält. Fallende Immobilienpreise in Sydney und Melbourne erhöhen die inländischen Wachstumsrisiken und könnten die Markterwartungen an eventuelle Zinssenkungen trotz der restriktiven Signale der Zentralbank verstärken.
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