Real Finance ist laut der Partnerschaftsankündigung eine strategische Partnerschaft mit der Wiener Privatbank eingegangen, um regulierte Infrastruktur für die Beteiligung institutioneller Akteure an blockchainbasierten Finanzmärkten zu entwickeln. Die Zusammenarbeit verbindet traditionelle Bankensysteme mit dem REAL-Blockchain-Ökosystem und ermöglicht Finanzinstituten, auf On-Chain-Finanzprodukte zuzugreifen, während sie weiterhin an die europäischen regulatorischen Anforderungen gebunden sind.
Die Vereinbarung spiegelt das wachsende institutionelle Interesse an tokenisierten Vermögenswerten und blockchainbasierten Finanzdienstleistungen in ganz Europa wider. Beide Unternehmen gaben an, dass die Initiative darauf abzielen werde, ein regelkonformes Rahmenwerk zu schaffen, das eine großskalige institutionelle Beteiligung an digitalen Asset-Märkten unterstützen kann, dabei aber Transparenz, operativen Überblick und Rechtssicherheit wahrt.
Im Rahmen der Partnerschaft wird die Wiener Privatbank Kernbankdienstleistungen bereitstellen, darunter Verwahrung der Vermögenswerte der Kunden, Reserve-Management und Unterstützung bei der Asset-Originierung. Kundengelder sollen in Konten gespeichert werden, die gemäß europäischen Standards für Finanzdienstleistungen reguliert sind, während die Compliance-Verfahren sich an Rahmenwerken wie der Markets in Crypto-Assets-Regulierung (MiCA) orientieren, ergänzt durch standardmäßige Anforderungen an Know Your Customer sowie Anti-Geldwäsche.
Die Unternehmen erklärten, dass die anfängliche Phase des minimalen funktionsfähigen Produkts (MVP) voraussichtlich etwa 50 Millionen US-Dollar an On-Chain-Vermögenswerten unterstützen soll. Nach dem geplanten Start des REAL-Blockchain-Mainnets beabsichtigt die Partnerschaft, sich deutlich auszuweiten und im ersten Jahr ihres Betriebs auf eine Pipeline von mehr als 500 Millionen US-Dollar an tokenisierten Vermögenswerten zu zielen.
Es wird auch erwartet, dass die Wiener Privatbank bei der Strukturierung in Euro denominierten Vermögenswerten unterstützt und den Aufbau der Liquidität innerhalb der regulierten Blockchain-Umgebung fördert. Die Zusammenarbeit soll Institutionen einen sicheren und regelkonformen Zugang zu tokenisierten Real-World-Assets ermöglichen und dabei die mit aufkommenden Blockchain-Märkten verbundenen Unsicherheiten minimieren.
In einer späteren Entwicklungsphase planen die Unternehmen, die Möglichkeit zu bewerten, einen euro-denominierten Stablecoin zu emittieren, der nativen Charakter für das REAL-Blockchain-Ökosystem hat. Der Vorschlag bleibt jedoch Gegenstand zusätzlicher regulatorischer Prüfungen und weiterer finanzieller Strukturierung, bevor eine Entscheidung über einen Start getroffen wird.
Real Finance CEO Ivo Grigorov habe Berichten zufolge erklärt, dass die Partnerschaft das Engagement des Unternehmens zeigt, blockchainbasierte Infrastruktur in institutioneller Qualität aufzubauen, die den Standards entspricht, die von regulierten Finanzinstituten erwartet werden. Er gab an, dass die Zusammenarbeit mit der Wiener Privatbank dabei helfen würde, sicherzustellen, dass der Zugang zu On-Chain-Märkten durch starke Compliance-Verfahren, transparente Governance-Systeme und etablierte Bankbeziehungen unterstützt wird.
Vertreter der Wiener Privatbank betonten ebenfalls die Bedeutung regulatorischer Integrität im Digital-Asset-Sektor. Michael Munterl, Mitglied des Executive Boards, habe Berichten zufolge erklärt, die Zusammenarbeit sei auf gemeinsamen Prioritäten aufgebaut, die Innovation, Compliance und Kundenschutz umfassen. Er deutete an, dass die Partnerschaft eine Gelegenheit schafft, traditionelle Bankstandards in aufkommende Blockchain-Ökosysteme auszuweiten, ohne Transparenz oder regulatorische Verpflichtungen zu kompromittieren.
Die Wiener Privatbank mit Sitz in Wien ist in den Bereichen Vermögensverwaltung, Finanzierung, Brokerage und Advisory tätig, mit starkem Fokus auf Kapitalmärkte und Immobilien. Im Rahmen der Partnerschaft wird von der Bank erwartet, dass sie das Reserve-Management, Verwahrservices in institutioneller Qualität sowie die Strukturierung von Assets in Übereinstimmung mit den einschlägigen europäischen Finanzvorschriften überwacht.
Die REAL-Blockchain wurde entwickelt, um die Tokenisierung und Verteilung von Real-World-Assets in einer regulierten und kontrollierten Umgebung zu unterstützen. Durch Partnerschaften mit etablierten Finanzinstituten will Real Finance eine Infrastruktur schaffen, die es ermöglicht, dass traditionelles Finanzwesen und Blockchain-Systeme gemeinsam unter klar definierten regulatorischen Rahmenwerken funktionieren. Da die institutionelle Übernahme von Blockchain-Technologie weiter beschleunigt, werden Partnerschaften zwischen traditionellen Banken und Blockchain-Unternehmen zunehmend wichtig, um die regulierte Beteiligung an Digital-Asset-Märkten in ganz Europa und darüber hinaus auszubauen.