SEC und CFTC bitten um öffentliche Kommentare zu den Margin-Regeln für Bitcoin- und XRP-Futures.

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Die U.S. Securities and Exchange Commission und die Commodity Futures Trading Commission haben eine gemeinsame Aufforderung zur öffentlichen Stellungnahme zu möglichen Änderungen der Portfolio-Margin-Regeln für Wertpapiere, Swaps, Futures und verwandte Positionen veröffentlicht. Die Kommentierungsfrist bleibt 60 Tage nach der Veröffentlichung der Aufforderung im Federal Register geöffnet. Die Aufforderung bittet Marktteilnehmer um Feedback, wie die beiden Behörden ihre Margin-Rahmenwerke besser aufeinander abstimmen könnten, da Bitcoin, XRP, Ethereum und andere kryptobasierte Futures-Produkte nach den jüngsten US-Genehmigungen für Krypto-Perpetual-Futures mehr Aufmerksamkeit von Regulierungsbehörden, Börsen und Investoren erhalten.

SEC und CFTC zielen auf Cross-Margining-Regeln ab

Die SEC und die CFTC erklärten, die Aufforderung solle dabei helfen zu bewerten, ob eine stärkere Koordinierung der Portfolio-Margin-Anforderungen das Risikomanagement verbessern, die Marktfragmentierung verringern und den Kundenschutz im Rahmen der rechtlichen Befugnisse jeder Behörde erhöhen könnte. Portfolio-Margining ermöglicht die Bewertung von Risiken über mehrere Positionen hinweg, anstatt jedes Konto oder Produkt separat zu behandeln. Cross-Margining kann es ermöglichen, dass zusammenhängende Risiken sich gegenseitig aufheben, wodurch möglicherweise die Höhe der Sicherheiten reduziert wird, die in separaten Konten gebunden sind, wenn Risiken miteinander verbunden sind.

SEC-Vorsitzender Paul S. Atkins sagte, eine Harmonisierung der Rahmenwerke der Behörden könne verhindern, dass Überschneidungen der Zuständigkeiten Innovation und Effizienz einschränken. Er sagte, Cross-Margining biete eine Möglichkeit, Liquidität freizusetzen, die weiterhin über Konten hinweg getrennt sei, und ermutigte Marktteilnehmer, Ideen zur Verbesserung der Koordination zwischen SEC und CFTC einzureichen. CFTC-Vorsitzender Mike Selig sagte, eine engere Zusammenarbeit zwischen den Behörden beim Portfolio-Margining könne Kapital freisetzen und gleichzeitig ein stärkeres Risikomanagement und Marktschutz aufrechterhalten. Er sagte, die CFTC werde das Feedback der Interessengruppen prüfen und umsetzen, während sich die Finanzmärkte weiter verändern.

Krypto-Perpetual-Futures erhöhen den Regulierungsdruck

Die Aufforderung erfolgt im Zuge einer breiteren regulatorischen Debatte über Krypto-Perpetual-Futures, einschließlich Produkten, die an Bitcoin und XRP gebunden sind. Perpetual-Futures ermöglichen es Händlern, Positionen auf Vermögenspreise ohne festes Ablaufdatum einzugehen, was sie strukturell von traditionellen Futures-Kontrakten unterscheidet. Die Genehmigung von Krypto-Perpetual-Futures durch die CFTC für US-Plattformen hat rechtliche und marktstrukturelle Herausforderungen mit sich gebracht.

Die CME Group hat eine Bundesklage gegen die CFTC eingereicht und argumentiert, dass solche Produkte als Swaps und nicht als Futures behandelt werden sollten, da ihnen ein festes Ablaufdatum fehlt. Die Position der CME ist, dass die Einstufung von Perpetual-Kontrakten als Swaps strengere regulatorische Anforderungen mit sich bringen würde, einschließlich strengerer Margin-Behandlung und Swap-Dealer-Verpflichtungen. Die CFTC vertritt die Position, dass ein Vertrag nicht allein deshalb aufhört, ein Futures-Produkt zu sein, weil er kein Ablaufdatum hat.

Behörden bitten um Input zu Marktstrukturfragen

Die gemeinsame Aufforderung bittet um Rückmeldungen zu bestehenden Portfolio-Margining-Modellen, Kundenschutzregeln, produktübergreifenden Verrechnungen, Kapitalbehandlung, Segregationsanforderungen, Sicherheitenverwendung, Clearinghaus-Vereinbarungen, Betriebssystemen sowie Auswirkungen auf Liquidität und Wettbewerb. Die Behörden prüfen auch, wie Margin-Regeln angewendet werden sollten, wenn Produkte nahe der Grenze zwischen Wertpapier- und Rohstoffregulierung liegen. Dieses Thema ist relevanter geworden, da tokenisierte Wertpapiere, Krypto-Futures und Perpetual-Kontrakte sowohl auf traditionellen als auch auf Blockchain-basierten Märkten wachsen.

Am 23. Juni haben SEC und CFTC zudem öffentliche Stellungnahmen zu gesetzlichen Definitionen für neuere Derivate, darunter Event-Kontrakte und Perpetual-Kontrakte, eingeholt. Dieser Schritt zielt darauf ab, die Zuständigkeitsgrenzen zwischen den beiden Behörden zu klären. Die jüngste Aufforderung schafft keine unmittelbaren neuen Regeln für Bitcoin- oder XRP-Futures. Stattdessen eröffnet sie einen formellen Kommentierungsprozess, der künftige Regelungen zur Margin-Koordination, zum Kundenschutz und zu Clearing-Praktiken beeinflussen könnte.

FAQ

Worum haben SEC und CFTC öffentliche Stellungnahmen gebeten? Die SEC und die CFTC haben eine gemeinsame Aufforderung zur öffentlichen Stellungnahme zu möglichen Änderungen der Portfolio-Margin-Regeln für Wertpapiere, Swaps, Futures und verwandte Positionen veröffentlicht. Die Aufforderung bittet Marktteilnehmer um Feedback, wie die beiden Behörden ihre Margin-Rahmenwerke für diese Produkte besser aufeinander abstimmen könnten.

Wie lange ist die Kommentierungsfrist geöffnet? Die Kommentierungsfrist bleibt 60 Tage nach der Veröffentlichung der Aufforderung im Federal Register geöffnet.

Worum geht es in der Klage der CME Group gegen die CFTC? Die CME Group hat eine Bundesklage gegen die CFTC eingereicht und argumentiert, dass Krypto-Perpetual-Futures als Swaps und nicht als Futures behandelt werden sollten, da ihnen ein festes Ablaufdatum fehlt. Die Position der CME ist, dass die Einstufung von Perpetual-Kontrakten als Swaps strengere regulatorische Anforderungen mit sich bringen würde, einschließlich strengerer Margin-Behandlung und Swap-Dealer-Verpflichtungen.

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