Die US-Börsenaufsichtsbehörde (SEC) und die US-Commodity Futures Trading Commission (CFTC) haben eine neue Absichtserklärung unterzeichnet, um die Zusammenarbeit in Bereichen zu stärken, in denen ihre regulatorische Zuständigkeit überlappt, einschließlich aufstrebender digitaler Vermögensmärkte.
Das am 11. März bekannt gegebene Abkommen skizziert einen Rahmen für eine engere Zusammenarbeit zwischen den beiden Behörden, da die Finanzmärkte zunehmend vernetzt sind und von neuen Technologien wie Blockchain und automatisierten Handelssystemen beeinflusst werden.
Laut der Absichtserklärung werden beide Regulierungsbehörden gemeinsam daran arbeiten, regulatorische Ansätze zu harmonisieren, Daten auszutauschen und die Aufsicht in Bereichen gemeinsamer Interessen zu koordinieren. Dazu gehören die Überwachung von Handelsplattformen, Clearingstellen, Marktintermediären, Datenbanken und Finanzprodukten, die sowohl unter das Wertpapier- als auch das Derivate-Regelwerk fallen.
Vertreter beider Behörden erklärten, dass die Initiative dazu dienen soll, mehr regulatorische Klarheit zu schaffen und gleichzeitig Innovationen in den sich entwickelnden Finanzmärkten zu fördern.
Da die digitale Infrastruktur und On-Chain-Finanzsysteme expandieren, haben die Regulierungsbehörden anerkannt, dass die traditionellen Zuständigkeitsgrenzen zwischen Wertpapier- und Derivatemärkten zunehmend verschwimmen.
Im Rahmen des Abkommens werden die beiden Behörden bei mehreren wichtigen regulatorischen Prioritäten zusammenarbeiten. Dazu gehören die Klärung von Produktdefinitionen durch gemeinsame Interpretationen oder Regelungen, die Modernisierung von Clearing- und Sicherheitenrahmen sowie die Verringerung regulatorischer Reibungen für Unternehmen, die von beiden Regulierungsbehörden überwacht werden.
Das Abkommen verweist auch speziell auf die Entwicklung eines regulatorischen Rahmens für Krypto-Asset-Produkte und andere aufkommende Technologien.
Die Behörden erklärten, dass sie die Bemühungen koordinieren werden, um Hindernisse für die rechtmäßige Einführung neuer Derivate- und Krypto-basierter Finanzprodukte zu beseitigen, während sie den Anlegerschutz und die Marktintegrität wahren.
Neben der Regelsetzung legt das Abkommen auch Verfahren für gemeinsame Prüfungen, koordinierte Durchsetzungsmaßnahmen und eine verstärkte Risikoüberwachung in den Finanzmärkten fest.
Die Regulierungsbehörden planen, Analysewerkzeuge zu teilen, gemeinsam wirtschaftliche Forschungen durchzuführen und die Überwachungskapazitäten des Marktes zu verbessern, um aufkommende Risiken besser erkennen zu können.
Das Abkommen ersetzt ein früheres Koordinierungsabkommen aus dem Jahr 2018 und spiegelt eine erneute Anstrengung der US-Finanzregulierungsbehörden wider, die schnelle Transformation der globalen Märkte durch digitale Technologien anzugehen.
Beide Behörden betonten, dass das Abkommen ihre gesetzlichen Befugnisse oder Zuständigkeiten nicht verändert.
Stattdessen soll es die Kommunikation verbessern, regulatorische Doppelarbeit reduzieren und einen einheitlicheren Aufsichtsansatz für moderne Finanzmärkte, einschließlich des wachsenden digitalen Vermögenssektors, schaffen.
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