Südkorea: Krypto-Steuer-Aufhebungspetition zieht 58.000 Unterschriften an, während die Frist 2027 näher rückt

Eine öffentliche Petition, die darauf abzielt, die geplante Krypto-Steuer in Südkorea aufzuheben, wurde am 12. Juni mit mehr als 58.000 Unterschriften geschlossen. Dadurch wurde das Thema in den Prüfungsprozess der Nationalversammlung überführt, während Investoren gegen eine Abgabe vorgehen, die 2027 in Kraft treten soll.

Die Petition, die am 13. Mai über das öffentliche Zustimmungsportal der Nationalversammlung eingereicht wurde, überschritt in acht Tagen die erforderliche Schwelle von 50.000 Unterschriften. Dieses Erreichen macht es erforderlich, dass Abgeordnete die Petition an einen zuständigen Ausschuss zur Prüfung weiterleiten. Die endgültige Zahl zeigt, dass der Widerstand unter Privatanlegern im Krypto-Bereich weiterhin stark ist.

Krypto-Investoren wehren sich gegen die Frage der Steuerfairness

Südkorea plant, jährliche Gewinne aus virtuellen Vermögenswerten über 2,5 Millionen Won mit einem kombinierten Satz von 22% zu besteuern. Der Satz setzt sich aus einer Einkommensteuer von 20% und einer lokalen Steuer von 2% zusammen. Die Regelungen sollen am 1. Januar 2027 in Kraft treten, nachdem es bereits mehrere Verzögerungen gab.

Befürworter der Petition argumentieren, dass der Plan Krypto-Investoren schlechter stellt als normale Aktieninvestoren. Sie verweisen außerdem auf das Fehlen von Verlustvortragsabzügen und die begrenzte Möglichkeit, Krypto-Verluste gegen andere Einkünfte aus dem Finanzbereich aufzurechnen. Für aktive Trader könnten solche Regelungen Steuerbescheide erzeugen, die nicht mit den tatsächlichen Ergebnissen der Investitionen übereinstimmen.

Abgeordnete stehen vor einer breiteren Debatte zu digitalen Vermögenswerten

Die Petition wechselt nun von der Online-Zustimmung in eine formelle gesetzgeberische Prüfung. Ein Ausschuss kann den Antrag untersuchen, ihn ablehnen oder die damit verbundene Debatte an die breitere Nationalversammlung weiterleiten. Allerdings hebt die Petition allein die Steuer nicht auf.

Der Streit macht zudem eine größere Lücke in der Digital-Asset-Politik Südkoreas sichtbar. Branchenvertreter haben klarere Regeln gefordert, die Staking, Airdrops, dezentrale Finanzierungen, Auslandsbörsen und persönliche Wallets abdecken. Gleichzeitig bleibt eine umfassendere Gesetzgebung zu digitalen Vermögenswerten ungewiss, sodass Investoren und Börsen auf einen vollständigeren Rahmen warten.

Regierung hält weiterhin an der Einführung für 2027 fest

Finanzbeamte haben signalisiert, dass sie die Einführung im Jahr 2027 vorantreiben wollen. Steuerbehörden bereiten zudem bereits Bericht- und Erfassungsrichtlinien mit großen inländischen Börsen vor.

Dennoch sendet die Petition den Abgeordneten ein klares politisches Signal. Südkorea verfügt über einen der aktivsten Krypto-Märkte Asiens, und die Steuerpolitik könnte das Handelsverhalten, die Compliance-Kosten von Börsen und das Vertrauen von Investoren beeinflussen. Der nächste Schritt hängt davon ab, ob Abgeordnete die Petition als technischen Steuerfall behandeln oder als Teil eines umfassenderen Plans für digitale Finanzen.

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