Südkorea plant, Unternehmen in Kryptowährungen investieren zu lassen! Aber der Kauf von USDT und USDC ist verboten – was steckt dahinter?

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Südkorea plant, den Investitionen von Unternehmen in Kryptowährungen zu erlauben, jedoch Stablecoins wie $USDT, $USDC auszuschließen. Die Devisenbestimmungen und Kapitalabflüsse sind die Hauptbedenken.

Südkorea plant, Unternehmen den Zugang zu Kryptowährungen zu ermöglichen, Stablecoins jedoch auszuschließen

Die südkoreanische Finanzaufsicht arbeitet an der Entwicklung von „Leitlinien für den Handel mit virtuellen Vermögenswerten durch juristische Personen“. Nach fast neun Jahren Verbotszeit soll dies die erste Erlaubnis für börsennotierte Unternehmen und professionelle Investoren sein, an Kryptowährungshandel teilzunehmen. Laut der lokalen Medienberichterstattung von „Korea Herald“ könnten in dem bald veröffentlichten Rahmen die US-Dollar-Stablecoins $USDT und $USDC vom Investitionsbereich ausgeschlossen werden.

Diese Regelung wird vom Finanzkomitee Südkoreas (FSC) initiiert, um eine Regulierung für die Beteiligung von Unternehmen am Kryptowährungsmarkt zu schaffen. Wenn die neue Regelung umgesetzt wird, dürfen börsennotierte Unternehmen und zertifizierte professionelle Investoren digitale Vermögenswerte wie Bitcoin ($BTC) und Ethereum ($ETH) zu Investitions- oder Finanzverwaltungszwecken halten. Während der Diskussionen innerhalb der Regulierungsbehörden besteht jedoch Einigkeit, dass Stablecoins derzeit nicht in den Investitionskatalog für Unternehmen aufgenommen werden sollten. Das bedeutet, dass südkoreanische Unternehmen in Zukunft zwar legal in Kryptowährungen investieren könnten, aber möglicherweise keine Stablecoins wie $USDT oder $USDC, die an den US-Dollar gekoppelt sind, im offiziellen Rahmen halten dürfen.

Devisenbestimmungen stellen das Haupthindernis dar

Der Hauptgrund, warum Stablecoins von den Regulierungsbehörden ausgeschlossen werden, liegt in Konflikten mit den bestehenden „Devisenverkehrsgesetz“ (Foreign Exchange Transactions Act). Nach diesem Gesetz müssen alle grenzüberschreitenden Transaktionen grundsätzlich über lizenzierte Devisenbanken abgewickelt werden.

Derzeit sind Stablecoins rechtlich noch nicht als offizielle Zahlungsmittel im Ausland anerkannt. Würden Unternehmen Stablecoins als Anlageform zulassen, könnte es zu regulatorischen Widersprüchen kommen. Unternehmen könnten legal Stablecoins halten, aber gleichzeitig daran gehindert werden, diese für grenzüberschreitende Zahlungen zu verwenden.

Die Regulierungsbehörden sind der Ansicht, dass, wenn Stablecoins ohne Gesetzesänderung gehalten werden dürfen, Unternehmen diese „digitale US-Dollar“ direkt für Auslandszahlungen nutzen könnten, was die bestehenden Devisenkontrollsysteme umgehen würde.

Derzeit prüft das südkoreanische Parlament eine Gesetzesänderung zum „Devisenverkehrsgesetz“, die Stablecoins als legale Zahlungsmittel einordnen soll. Vor der Verabschiedung des Gesetzes hält die Regierung jedoch an einer vorsichtigen Haltung fest, um rechtliche Konflikte zu vermeiden.

Unternehmen hoffen auf Nutzung von Stablecoins für Devisenabsicherung

Trotz der konservativen Haltung der Regulierungsbehörden besteht bei einigen südkoreanischen Unternehmen ein starker Bedarf an Stablecoins. Besonders börsennotierte Firmen mit hohem Import- und Exportvolumen sehen Stablecoins als potenzielles neues Instrument im Devisenmanagement.

Die Wirtschaft argumentiert, dass Stablecoins Vorteile wie sofortige Wechselkurse, kostengünstige grenzüberschreitende Überweisungen und 24/7-Abwicklung bieten. Sie könnten Unternehmen helfen, Wechselkursschwankungen zu minimieren und die Effizienz internationaler Transaktionen zu steigern. Einige Unternehmen erwägen sogar Strategien zur Absicherung gegen Wechselkursschwankungen, etwa durch Halten von an den US-Dollar gekoppelten Stablecoins während volatiler Phasen, um die Auswirkungen auf die Finanzberichte zu verringern.

Doch im aktuellen politischen Rahmen sind diese Forderungen noch nicht umgesetzt. Die Regulierungsbehörden befürchten, dass eine großflächige Nutzung von Stablecoins durch Unternehmen in der Anfangsphase des Marktes Spekulationsrisiken erhöhen und Kapitalabflüsse begünstigen könnte.

Regulierung von Stablecoins und Branchenentwicklung im Spannungsfeld

Obwohl Stablecoins im Rahmen der Unternehmensinvestitionsregelung ausgeschlossen sind, ist deren Handel in Südkorea nicht vollständig verboten. Unternehmen können weiterhin über ausländische Börsen, OTC-Plattformen oder private Wallets wie MetaMask Stablecoins halten. Diese Transaktionen erfolgen jedoch außerhalb offizieller Unternehmenskonten. Diese Regelung schafft eine Grauzone: Unternehmen können weiterhin Zugang zum Stablecoin-Markt haben, während die Regulierungslage unklar bleibt.

Die südkoreanische Regierung arbeitet derzeit an der zweiten Phase des „Grundgesetzes für digitale Vermögenswerte“, um eine vollständige Infrastruktur für den digitalen Vermögenswertemarkt zu schaffen, inklusive Mechanismen für institutionelle Investoren und Stablecoin-Emissionen. In den Diskussionen wird auch eine andere Richtung verfolgt: die Förderung eines eigenen südkoreanischen Stablecoin-Ökosystems. Einige Vorschläge fordern, dass Emittenten mindestens 5 Milliarden KRW Kapital besitzen und über 50 % der Anteile bei Banken liegen, um die Stabilität des Finanzsystems zu sichern.

Derzeit gibt es in Südkorea etwa 3.500 börsennotierte Unternehmen. Sobald die institutionelle Investition in Kryptowährungen offiziell erlaubt wird, könnte sich der Markt schnell ausweiten. Doch solange die Regulierung für Stablecoins und die Devisenbestimmungen nicht integriert sind, bleibt die Nutzung durch Unternehmen unsicher und von politischen Entscheidungen abhängig.

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