Nach Angaben südkoreanischer Finanzbehörden prüfen die Financial Services Commission, die Financial Supervisory Service und die Korea Exchange am 5. Juli Maßnahmen zur Stabilisierung von Tracking-Fehlern bei gehebelten Exchange Traded Funds (ETFs) auf Einzelaktien. Der Schritt erfolgt aufgrund von Bedenken über Anlegerverluste, die durch zunehmende Abweichungen zwischen den Nettoinventarwerten der ETFs und den Marktpreisen verursacht werden.
Im letzten Monat meldeten gehebelte Einzelaktienprodukte 57 Tracking-Error-Meldungen – das entspricht 4,5 % der insgesamt 1.268 Meldungen. Die Behörden verwiesen auf den Fall des gehebelten SK-Hynix-ETF, der von der Korea Investment Trust Management verwaltet wird, bei dem das Produkt am 8. Juni um rund 50 % stieg, obwohl die zugrunde liegende Aktie um knapp 8 % fiel. Die Behörden prüfen strengere Bewertungskriterien für Liquiditätsanbieter und mögliche Sanktionen für Vermögensverwalter bei künftigen Produktlistungen.