Der südkoreanische Politiker Jin Sung-joon von der Demokratischen Partei, Vorsitzender des Sonderausschusses für Budget und Rechnungsabschluss der Nationalversammlung, erklärte laut MTN News, dass die Besteuerung digitaler Vermögenswerte wie geplant im Jahr 2027 umgesetzt werden sollte. Während er im Programm „여의도교차로“ auftrat, entschied sich Jin für eine Umsetzung der Besteuerung, als ihm die Option zwischen einer wie geplant erfolgenden Einführung oder einer Verschiebung aus Marktsorgen vorgelegt wurde.
Jin ist ein prominenter Befürworter der Besteuerung digitaler Vermögenswerte. Als er gebeten wurde, zwischen „keine Ausnahmen, wie geplant fortfahren“ (Option A) und „unter Berücksichtigung möglicher Markterstörungen verschieben“ (Option B) zu wählen, entschied er sich für Option A und sagte: „A“. Ende 2024, als er als Politikchef der Demokratischen Partei fungierte, argumentierte Jin wiederholt für die Notwendigkeit der Besteuerung digitaler Vermögenswerte. Er erklärte, dass ein Aufschub ohne besondere Begründung „unverantwortlich“ sei, und schlug vor, die Abzugsgrenze auf 50 Millionen Won anzuheben, um Personen mit hohem Nettovermögen zu besteuern.
Die Frage der Besteuerung digitaler Vermögenswerte wurde zwischen den politischen Parteien umkämpft. Bei Verhandlungen im Jahr 2024 setzten sich die Regierung und die regierende People Power Party für eine zweijährige Verschiebung der Besteuerung ein. Die Demokratische Partei widersetzte sich dem und schlug stattdessen vor, die Besteuerung im Jahr 2025 mit einer Abzugsgrenze von 50 Millionen Won einzuführen. Ein parteiübergreifender Konsens führte jedoch dazu, dass die Besteuerung letztlich auf 2027 verschoben wurde.
Da die Frist für die Besteuerung 2027 näher rückt, haben sich die Positionen verschoben. Die People Power Party hat die Abschaffung der Besteuerung digitaler Vermögenswerte als offizielle Parteipolitik vor den Kommunalwahlen übernommen. Die Demokratische Partei habe eine vorsichtige Haltung beibehalten und erklärte, „da ein Gesetzentwurf vorliegt, werden wir darüber beraten“ und dass die Angelegenheit „nicht einfach als Aufschub oder als Abschaffung betrachtet werden sollte“. Jins Aussage steht für den unnachgiebigeren, pro-Besteuerungs-Flügel innerhalb der Demokratischen Partei.
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