Südkorea: Neue KOSDAQ-Regeln treten am 1. Juli in Kraft, DAT-Unternehmen steht unter Delisting-Druck.

Die überarbeiteten KOSDAQ-Notierungsregeln treten am 1. Juli in Kraft und erhöhen die Marktwertschwellen für Digital Asset Trust (DAT)-Unternehmen, die im koreanischen Startup-Segment gelistet sind. Laut Daten der Korea Exchange (KRX) vom 29. Juni liegt der Marktwert von BitMEX bei 131 Milliarden KRW und damit unter dem Delisting-Schwellenwert von 200 Milliarden KRW für das zweite Halbjahr. Parataxys Korea wird derzeit einer materiellen Prüfung der Notierungsberechtigung unterzogen.

Vergleich der Marktwerte der vier KOSDAQ-DAT-Unternehmen mit den neuen Schwellenwerten

Gemäß KRX-Daten vom 29. Juni werden die aktuellen Marktwerte der vier KOSDAQ-DAT-Unternehmen mit den neuen Schwellenwerten wie folgt verglichen:

BitMEX: Marktwert 131 Milliarden KRW, unter dem unteren Schwellenwert von 200 Milliarden KRW für das zweite Halbjahr, hat das Delisting-Risiko ausgelöst.

Parataxys Ethereum: Marktwert 268 Milliarden KRW, über dem unteren Schwellenwert von 200 Milliarden KRW für das zweite Halbjahr, aber unter der neuen Schwelle von 300 Milliarden KRW ab Januar 2027.

Bitplanet: Marktwert 331 Milliarden KRW, über dem unteren Schwellenwert von 200 Milliarden KRW für das zweite Halbjahr und auch über dem Standard von 300 Milliarden KRW ab Januar 2027.

Parataxys Korea: Seit April 2025 aufgrund von Kapitalverlust ausgesetzt, wird einer materiellen Prüfung der Notierungsberechtigung unterzogen, derzeit kein gültiger Handelsmarktwert.

Delisting-Auslöseprozess der überarbeiteten Regeln: 30 Handelstage und 90-tägige Erholungsphase

Die überarbeiteten Regeln legen fest, dass Aktien mit einem Kurs oder Marktwert, der 30 aufeinanderfolgende Handelstage unter den entsprechenden Standards liegt, als Managementaktien eingestuft werden und eine 90-tägige Erholungsphase erhalten. Wenn danach 45 aufeinanderfolgende Handelstage der Standard nicht erfüllt wird, erfolgt ein Zwangsdelisting.

Die Überarbeitung fügt gleichzeitig eine Einschränkung hinzu, die bereits als Managementaktien eingestufte Unternehmen daran hindert, Kapitalreduzierungen und Aktienzusammenlegungen durchzuführen. Ohne einen signifikanten Kursanstieg wird der traditionelle Spielraum zur Umgehung des Delistings durch Kapitalmaßnahmen deutlich verringert.

Doppelter Marktdruck durch Bitcoin-Bewertungsverluste und KOSDAQ-Kapitalabflüsse

Das Kerngeschäft der KOSDAQ-DAT-Unternehmen ist das Halten virtueller Vermögenswerte, deren Buchbewertung direkt mit den Marktpreisen von Bitcoin schwankt. Bitcoin, das 2025 durch die kryptofreundliche Politik der Trump-Regierung zeitweise auf über 125.000 US-Dollar stieg, fiel seit Ausbruch des Handelskonflikts zwischen China und den USA im Oktober 2025 und liegt derzeit bei etwa 50.000 US-Dollar. DAT-Unternehmen müssen im ersten und zweiten Quartal erhebliche Bewertungsverluste in ihren Bilanzen ausweisen.

Im gleichen Zeitraum fiel der KOSDAQ insgesamt um etwa 10 %, Kapital konzentrierte sich stark auf KOSPI-Leitaktien. Obwohl DAT-Unternehmen versuchten, durch die Ausgabe von Wandelanleihen und Vorzugsaktien Kapital zu beschaffen, konnte der anhaltende Abwärtstrend der Gesamtbewertung nicht gestoppt werden.

Häufige Fragen

Was sind die konkreten Unterschiede zwischen den überarbeiteten KOSDAQ-Marktwertschwellen und den aktuellen Standards?

Die neuen überarbeiteten Regeln legen Schwellenwerte zu zwei Zeitpunkten fest: Die untere Marktwertgrenze für das zweite Halbjahr 2026 beträgt 200 Milliarden KRW; ab Januar 2027 wird die Schwelle auf 300 Milliarden KRW erhöht. Parataxys Ethereum (268 Milliarden KRW) erfüllt die Standards für das zweite Halbjahr, liegt aber unter der neuen Schwelle ab Januar 2027; Bitplanet (331 Milliarden KRW) erfüllt derzeit die Standards beider Zeitpunkte.

Können DAT-Unternehmen nach der Einstufung als Managementaktien ein Delisting durch Kapitalreduzierungen oder Aktienzusammenlegungen vermeiden?

Gemäß den überarbeiteten Regeln sind Kapitalreduzierungen und Aktienzusammenlegungen, die ein Unternehmen nach der Einstufung als Managementaktie durchführen kann, explizit eingeschränkt. Der Spielraum traditioneller Kapitalmaßnahmen wird im aktuellen Rahmen verringert. Diese neu hinzugefügte Klausel ist eine der wesentlichen neuen Einschränkungen der diesmaligen Regelüberarbeitung.

Betrifft der derzeitige Delisting-Druck alle Arten von Unternehmen an der KOSDAQ?

Nach aktuellen Berichten richtet sich der Delisting-Druck hauptsächlich gegen KOSDAQ-DAT-Unternehmen, deren Ertragsmodell auf dem Halten virtueller Vermögenswerte basiert, da die Bewertung ihrer Kernvermögenswerte direkt mit dem Markt für virtuelle Vermögenswerte verknüpft ist. Der KOSDAQ insgesamt ist in diesem Jahr um etwa 10 % gefallen, der Grad der Betroffenheit verschiedener Unternehmenstypen hängt jedoch von ihrem Geschäftsmodell und ihrer Vermögenszusammensetzung ab.

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