Südkoreas KOSPI stürzt am 23. Juni um 9,7 % ab, Nomura warnt vor Risiko eines Kettenreaktions-Ausverkaufs bei US-Leverage-ETFs

Reuters und das quantitative Team von Nomura zufolge erlebte der südkoreanische Aktienmarkt am Dienstag, den 23. Juni, einen schweren Ausverkauf. Der KOSPI-Index fiel um 9,7 % – der größte Tagesverlust seit drei Monaten. Samsung Electronics und SK Hynix brachen um jeweils über 10 % ein, was Handelspausen von 20 Minuten auslöste. Marktregulierer räumten ein, dass übereilt genehmigte gehebelte ETFs auf diese Halbleiter-Giganten die Volatilität und den spekulativen Handel verstärkt hätten.

Nicht nur Algorithmen, sondern auch Nomuras Vermögensverwalter mit Hebelwirkung spielen eine Rolle: Das Cross-Asset-Strategieteam von Nomura warnte, dass sich ähnliche leverage-getriebene Risikostrukturen in den US-Aktienmärkten aufbauen. Falls die Volatilität weiter steigt, könnten Rebalancing-Operationen bei gehebelten ETFs eine mechanische Kettenreaktion von Verkäufen auslösen. Nomuras Modell schätzt, dass Zwangsverkäufe von US-gehebelten ETFs zig Milliarden US-Dollar erreichen könnten, wobei sich der Druck in der letzten Stunde vor US-Börsenschluss konzentriere. Das Institut hob dies als strukturelles Tail-Risiko unabhängig von Fundamentaldaten hervor.

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