Laut Yonhapnews vom 5. Juli behauptete der südkoreanische National Pension Service, eine 100% verantwortungsvolle Anlage in in- und ausländischen Aktien zu verfolgen, doch sein inländisches Aktienportfolio spiegelt weitgehend die Marktkapitalisierungs-Rankings des KOSPI (Korea Composite Stock Price Index) wider. Eine Analyse von Gukmin Ilbo und dem Think Tank Climate Solution zeigt, dass Samsung Electronics mit 20 % (2022), 23,3 % (2023) und 16,7 % (2024) die größte Position hielt, gefolgt von SK Hynix und LG Energy Solution in Positionen, die den KOSPI-Gewichtungen entsprechen.
Das ESG-Bewertungssystem des Fonds zeigt eine minimale Durchsetzung. Von 973 inländischen Unternehmen, die 2024 bewertet wurden, erhielten nur 5 (0,5 %) die niedrigste D-Bewertung, und selbst D-bewertete Firmen bleiben für Investitionen geeignet – sie werden lediglich im Vergleich zum Benchmark untergewichtet. Der Fonds verwaltet die Hälfte seiner inländischen Bestände über externe Vermögensverwalter, die vierteljährlich anhand der Renditen bewertet werden, was den Druck verringert, ESG-Standards zu priorisieren. Im Gegensatz dazu schließt der norwegische Government Pension Fund Global Aktien aus, bei denen die kohlebezogenen Einnahmen 30 % übersteigen, während der niederländische Pensionsfonds ABP im Jahr 2024 fossile Brennstoffproduzenten im Wert von 15 Milliarden Euro veräußerte.