
Coinfomania berichtete am 1. Juni, es gebe Hinweise darauf, dass SpaceX die Durchführung eines IPO mit einer Bewertung von knapp 2 Billionen US-Dollar in Erwägung ziehe und dabei eine extrem kurze interne Sperrfrist für Insider anwende. Diese könnte möglicherweise nur zwischen 30 und 90 Tagen liegen, also deutlich unter dem Branchendstandard von 180 Tagen. Als grundlegende Unterstützung für die in der Meldung genannten Fundamentaldaten führt der Bericht unter anderem an: Starlink habe bis Anfang 2026 in über 80 Ländern mehr als 5 Millionen aktive Nutzer.
Bestätigte Starlink-Kennzahlen und Starship-Meilensteine
Die von Coinfomania bestätigten Fundamentaldaten lauten wie folgt: Starlink ist in über 80 Ländern mit mehr als 5 Millionen aktiven Nutzern vertreten, der geschätzte jährliche wiederkehrende Umsatz liegt zwischen 12 und 15 Milliarden US-Dollar, das entspricht einem jährlichen Wachstum von etwa 40 Prozent; SpaceX habe bereits mehr als 6.500 Satelliten in die niedrige Erdumlaufbahn gebracht.
Die Bewertungsmodell-Analyse eines Morgan-Stanley-Analysten für Starlink zeigt, dass der Wert zwischen 800 Milliarden und 1,2 Billionen US-Dollar liege. Als Berechnungsgrundlage dienen Annahmen zur Marktdurchdringung in bislang nicht abgedeckten Märkten, zu Regierungsverträgen sowie zu Luftfahrt-Kooperationspartnerschaften. Starship habe Ende 2025 den ersten erfolgreichen Umlaufflug und die Landung abgeschlossen, danach seien die anschließenden Frachtmissionen bereits durchgeführt worden; Das NASA-Artemis-Programm habe über 4 Milliarden US-Dollar an Verträgen für eine Starship-Ableitung für den Mond gelandet, die bereits unterzeichnet wurden.
Die Zielkosten für den Eintritt in die Umlaufbahn bei Starship liegen bei unter 100 US-Dollar pro Kilogramm und damit deutlich unter den rund 2.700 US-Dollar pro Kilogramm der Falcon-9-Rakete.
Konzept der extrem kurzen Sperrfrist und SEC-Überwachungsinteresse
Laut Bericht erwäge SpaceX, eine Sperrfrist für Insider in der kürzestmöglichen Länge von 30 Tagen einzuführen. Ein Zweck sei es, Mitarbeitern und frühen Investoren, die langfristig Buchgewinne in Form von Anteilen halten, eine schnellere Liquidität zu bieten; SpaceX habe in den letzten Jahren bereits durch mehrere Tausch- bzw. Tender-Übernahmen ermöglicht, dass Mitarbeiter ihre Anteile teilweise verkaufen können, und es gebe bereits Aufzeichnungen über geordnete Verkäufe.
Im Hinblick auf SEC-Compliance heißt es im Bericht: Die SEC schreibe Sperrfristen technisch gesehen nicht verpflichtend vor, doch ein 30-Tage-Insider-Lock-up bei einem IPO im Wert von 2 Billionen US-Dollar werde zwangsläufig eine aufsichtsrechtliche Prüfung auslösen. Der Fokus liege darauf, ob die extrem kurze Sperrfrist bei noch nicht ausreichend eingepreistem Marktpreis eine asymmetrische Risikobelastung für Privatanleger darstellt. Der Bericht sagt, das Rechts-Teams von SpaceX arbeite mit Goldman Sachs und Morgan Stanley zusammen, um ein gestaffeltes Sperrstruktur-Design zu entwickeln, mit unterschiedlichen Sperrfenstern für verschiedene Kategorien von Insidern. Konkrete Details seien bislang jedoch nicht veröffentlicht.
Häufige Fragen
Wodurch werden die 2 Billionen-US-Dollar-Bewertung von SpaceX hauptsächlich gestützt?
Laut Coinfomania-Bericht werden die beiden wesentlichen Säulen durch Starlink (geschätzter jährlicher wiederkehrender Umsatz von 12 bis 15 Milliarden US-Dollar, jährliches Wachstum von etwa 40 Prozent, sowie Morgan-Stanley-Modellbewertung von 800 Milliarden bis 1,2 Billionen US-Dollar) und Starship (erfolgreich abgeschlossener erster Umlaufflug, NASA-Vertragssumme von über 4 Milliarden US-Dollar, Zielkosten für den Eintritt in die Umlaufbahn von unter 100 US-Dollar pro Kilogramm) getragen. Die Bewertung von 2 Billionen US-Dollar und der IPO-Plan von SpaceX wurden bislang nicht offiziell bestätigt.
Warum soll sich die Sperrfrist von SpaceX im Bericht auf 30 Tage verkürzt haben?
Laut Coinfomania-Bericht gibt es dafür unter anderem folgende Gründe: eine schnellere Liquidität für Mitarbeiter und frühe Investoren, die niedrig liquide Buchanteile langfristig halten, sowie die starke Verhandlungsposition von SpaceX in den Bewertungsverhandlungen (der Bericht führt aus, dass sowohl Goldman Sachs als auch Morgan Stanley ein Interesse daran hätten, sich eine Agentur-Zulassung zu sichern). Der Bericht bestätigt außerdem, dass SpaceX durch mehrere Tausch- bzw. Tender-Übernahmen eine Historie geordneter Verkäufe aufgebaut habe.
Wird die SEC das Design einer extrem kurzen Sperrfrist für SpaceX zwangsläufig ablehnen?
Laut Coinfomania-Bericht schreibt die SEC technisch gesehen keine Sperrfristen vor, könnte aber prüfen, ob eine extrem kurze Sperrfrist Privatanlegern ein asymmetrisches Risiko auferlegt, und ob die Kombination aus doppelter Aktienstruktur und kurzer Sperrfrist zusätzliche Offenlegungen erfordert. Der Bericht sagt, SpaceX gestalte eine gestaffelte Sperrstruktur, um den regulatorischen Anforderungen zu begegnen, aber ein konkretes Vorgehen sei noch nicht veröffentlicht. SpaceX habe dazu ebenfalls keine offizielle Bestätigung gegeben.