Nach der Aussetzung von Ein- und Auszahlungen für Kunden und der Einleitung rechtlicher Streitigkeiten bewertet das Kryptowährungshandels- und Kreditunternehmen BlockFills derzeit einen Restrukturierungsplan und hat die internationale Beratungsfirma Berkeley Research Group (BRG) um Unterstützung gebeten. Mit dem erheblichen Rückgang des gesamten Kryptowährungsmarktes kündigte BlockFills letzten Monat die Aussetzung der Ein- und Auszahlungsfunktionen mit der Begründung an, dass sich die Markt- und Finanzlage verschlechtert habe, was in der Krypto-Community Panik und Aufregung auslöste.
Letzte Woche verschärfte sich die Krise weiter. Die Financial Times berichtete, dass das Unternehmen von einem Kunden, Dominion Capital, verklagt wurde, weil es angeblich unsachgemäß verwaltet und Kundengelder veruntreut habe. Das US-Bundesgericht erließ daraufhin eine „vorübergehende einstweilige Verfügung“ (Temporary Restraining Order, eine rechtliche Maßnahme zur vorübergehenden Einfrierung oder Beschränkung von Vermögenswerten während eines Rechtsstreits), was die Lage des Unternehmens verschärfte. Obwohl BlockFills sich weigerte, zu den Klagen Stellung zu nehmen, erklärte das Unternehmen: „Wir suchen aktiv nach verschiedenen Wegen, um das Unternehmen in die bestmögliche Position zu bringen.“ Nach der Aussetzung der Auszahlungen hat BlockFills den Partner von BRG, Mark Renzi, zum „Chief Transformation Officer“ ernannt, der die Restrukturierung und Betriebsreform des Unternehmens leiten soll. Ziel ist es, eine umfassende Umstrukturierung abzuschließen, einschließlich „Kapitalzufuhr“ und der Einrichtung strengerer „Governance- und Finanzkontrollmechanismen“. Mit Sitz in Chicago ist BlockFills ein institutioneller Anbieter digitaler Vermögenswerte. Zu den wichtigsten Investoren gehören der quantenbasierte Handelsriese Susquehanna Private Equity und die Derivatemarktbetreiber CME Group. Das Unternehmen bietet Kernservices wie Liquiditätsbereitstellung, Handel und Kreditvergabe an. Die Kunden sind hauptsächlich institutionelle Investoren und vermögende Kunden, darunter Hedgefonds, Bergbauunternehmen und Vermögensverwaltungsgesellschaften. BlockFills gab an, dass das Handelsvolumen im Jahr 2025 über 60 Milliarden US-Dollar liegen werde und weltweit mehr als 2.000 institutionelle Kunden in 95 Ländern bediene.
Kann die Liquiditätskrise bei BlockFills nach der Aussetzung der Ein- und Auszahlungen eine Wende nehmen?
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