Taiwan verabschiedet am 30. Juni das erste Krypto-Gesetz und verhängt bis zu 7 Jahre Gefängnis für nicht lizenzierte Anbieter.

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Berichten zufolge hat das taiwanesische Parlament am 30. Juni das Virtual Asset Service Act verabschiedet und damit das erste eigenständige Kryptowährungsgesetz des Landes erlassen sowie die Financial Supervisory Commission (FSC) als alleinige Regulierungsbehörde benannt. Das 56 Artikel umfassende Gesetz ersetzt ein Registrierungssystem durch eine obligatorische Lizenzierung für alle Anbieter virtueller Vermögensdienstleistungen, darunter Börsen, Verwahrstellen und Wallet-Betreiber. Verstöße – darunter der Betrieb eines nicht lizenzierten Anbieters virtueller Vermögensdienstleistungen oder die Ausgabe nicht autorisierter Stablecoins – sind mit Strafen von bis zu sieben Jahren Gefängnis und Geldstrafen von bis zu 3,1 Millionen US-Dollar belegt.

Das Gesetz verlangt von den Dienstleistern, die Genehmigung der FSC einzuholen und separate Lizenzen in sieben Kategorien zu unterhalten. Die Ausgabe von Stablecoins ist auf inländische Banken beschränkt, wobei die Token ausschließlich an Fiat-Währungen gebunden und in eins-zu-eins-Reserven treuhänderisch bei inländischen Finanzinstituten gehalten werden. Von ausländischen Emittenten ausgegebene Stablecoins wie USDT und USDC werden als regulierte Waren behandelt. Die FSC muss etwa neun Stücke sekundärer Rechtsvorschriften entwerfen, um die Regeln bis Anfang 2027 vollständig umzusetzen.

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