
Die USA und der Iran haben am 17. Juni (Ortszeit Ost der USA) per Fern- elektronischer Unterzeichnung ein Memorandum of Understanding (MOU) abgeschlossen; US-Präsident Trump hat es persönlich unterzeichnet, es trat noch am selben Tag in Kraft. Der iranische Außenministeriumssprecher Baghaei (Esmaeil Baghaei) erklärte, dass mit Inkrafttreten des Memorandums ein 60-Tage-Verhandlungsfenster beginne, in dem beide Seiten über das Nuklearproblem und die Aufhebung von Sanktionen verhandeln werden. Laut CNN, das den Text erhalten habe, umfasst diese 14-Punkte-Rahmenvereinbarung insgesamt weniger als 800 Wörter.
USA und Iran unterzeichnen 14-Punkte-MOU per Fern- elektronischer Unterzeichnung, Trump persönlich unterschreibt – sofort wirksam
Laut dem von CNN erhaltenen Text des Memorandums umfassen die zentralen Zusagen der 14-Punkte-Rahmenvereinbarung: Der Iran bekräftigt, keine Kernwaffen zu entwickeln; beide Seiten stimmen zu, das in IAEA-Aufsicht stehende angereicherte Uran des Iran vor Ort zu verdünnen (nicht den Bestand abzugeben, was zeigt, dass beide Seiten in ihren Positionen Zugeständnisse machen).
Im wirtschaftlichen Teil verpflichtet sich das Memorandum: Die USA werden Sanktionen gegen den Iran aufheben, Öl-Exporte wieder ermöglichen, eingefrorene Vermögenswerte freigeben sowie eine Finanzierungsunterstützung im Umfang von rund 3.000 Milliarden US-Dollar leisten. Die US-Seite muss die Seeblockade gegen den Iran innerhalb von 30 Tagen beenden. Die umfangreichen Details zu den nuklearen Plänen werden innerhalb des 60-Tage-Verhandlungsfensters ergänzt.
Wichtige Bestimmungen laut CNN: Rahmen für die Vor-Ort-Verdünnung unter IAEA-Aufsicht
Laut dem von CNN erhaltenen Text des Memorandums betreffen die sensibelsten Fragen der iranischen Atomprogramme lediglich grundsätzliche Bestimmungen: Der Iran verpflichtet sich, keine Kernwaffen zu beschaffen oder zu entwickeln; beide Seiten stimmen zu, angereichertes Uran unter IAEA-Aufsicht vor Ort zu verdünnen (nicht an die USA übergeben). Zur Einordnung der Vorgeschichte: Der iranische stellvertretende Außenminister Khatibzadeh hatte im April ausdrücklich erklärt, dass er das angereicherte Uran niemals an die USA übergeben werde; das derzeitige Memorandum verlangt lediglich die Vor-Ort-Verdünnung unter IAEA-Aufsicht, was die gegenseitigen Kompromisse beider Seiten in ihren Verhandlungspositionen widerspiegelt.
Iranischer Außenministeriumssprecher kündigt an: Management-Mechanismus für die Straße von Hormus sei mit Oman im Wesentlichen abgestimmt
Laut einer Meldung der iranischen Nachrichtenagentur Tasnim vom 18. Juni erklärte der iranische Außenministeriumssprecher Baghaei, der Iran habe den Management-Mechanismus für die Straße von Hormus mit Oman im Wesentlichen abgestimmt; die Vereinbarungen zur Erhebung von Servicegebühren für durchfahrende Schiffe würden derzeit ausgearbeitet. Das knüpft an die frühere Position des iranischen Ersten Vizepräsidenten Mohammad Reza Arif an: Schiffe, die die Straße von Hormus nutzen, sollten die Kosten für die Sicherheitsgewährleistungen zahlen, die der Iran bereitstellt.
Iranische Medien haben zudem dargelegt, dass „kostenfreie Durchfahrt“ nur für die 60 Tage des Verhandlungsfensters gelte; das Gebührenmodell soll nach Abschluss der Übergangsphase offiziell in Kraft treten. Baghaei warnte gleichzeitig, dass eine fortgesetzte Besetzung des Libanon durch Israel als Verstoß gegen das Memorandum gewertet werde.
Häufige Fragen
Von wann an wird das 60-Tage-Verhandlungsfenster des USA-Iran-MOU gerechnet?
Laut der Berichterstattung trat das Memorandum am 17. Juni 2026 umgehend in Kraft, nachdem Trump es (Ortszeit Ost der USA) unterzeichnet hatte; das 60-Tage-Verhandlungsfenster wird ab dem Zeitpunkt des Inkrafttretens gerechnet und erstreckt sich spätestens bis Mitte August 2026. Der iranische Außenministeriumssprecher Baghaei kündigte an, dass beide Seiten in diesem Zeitraum formelle Gespräche zu Nuklearfragen und zur Aufhebung von Sanktionen führen werden.
Wie ist der aktuelle Stand des Gebühren-Mechanismus für die Straße von Hormus?
Laut einer Meldung der iranischen Nachrichtenagentur Tasnim vom 18. Juni haben der Iran und Oman den Management-Mechanismus für die Straße von Hormus im Wesentlichen abgestimmt; die entsprechenden Regelungen werden derzeit ausgearbeitet und sind noch nicht offiziell in Kraft. Die Auslegung iranischer Medien lautet: „Kostenfreie Durchfahrt“ gilt nur für die 60 Tage des Verhandlungsfensters, das Gebührenmodell soll nach Abschluss der Übergangsphase offiziell umgesetzt werden. Die endgültige Ausgestaltung des Mechanismus und die Gebührenstandards sind derzeit nicht veröffentlicht.
Welche Anforderungen stellt das Memorandum an den Bestand an angereichertem Uran des Iran?
Laut dem von CNN erhaltenen Text des Memorandums stimmt der Iran zu, angereichertes Uran unter IAEA-Aufsicht vor Ort zu verdünnen, statt den Bestand abzugeben. Das entspricht der Aussage von Khatibzadeh im April, der zuvor ausdrücklich die Übergabe von angereichertem Uran abgelehnt hatte. Die konkreten technischen Vereinbarungen und der Zeitplan für die Vor-Ort-Verdünnung werden im Rahmen weiterer Gespräche innerhalb des 60-Tage-Verhandlungsfensters festgelegt.