Laut britischen Behörden hat das Foreign, Commonwealth and Development Office (FCDO) kürzlich die Krypto-Börse HTX und 17 weitere Organisationen auf die schwarze Liste gesetzt. Dem Plattformbetreiber wird vorgeworfen, über 1,5 Milliarden US-Dollar in Russlands Schatten-Finanznetzwerke geleitet zu haben, um westliche Sanktionen zu umgehen. Die Einstufung ist die erste Anwendung des britischen Regelwerks der Regulation 17A auf eine Krypto-Börse.
HTX, das einen jährlichen Handelsumsatz von ungefähr 3,3 Billionen US-Dollar verarbeitete, taucht nun in automatisierten Compliance-Systemen als sanktionierte Einheit auf. Da die Wallet-Cluster von HTX im gesamten breiteren Krypto-Ökosystem eingebettet sind, hat die Einstufung eine Welle von Fehlalarmen in Transaktionsüberwachungssoftware ausgelöst: Dabei werden legitime Transaktionen als hochriskant markiert, nur weil Gelder über HTX-Liquiditätspools geflossen sind. Das entzieht den entsprechenden On-Chain-Risiko-Bewertungen praktisch ihren realen Nutzen.