Laut Benzinga fielen US-Semiconductor-ETFs am Dienstag (23. Juni) deutlich: Der Direxion Daily Semiconductor Bull 3x ETF (SOXL) verlor im vorbörslichen Handel knapp 20% und der VanEck Semiconductor ETF (SMH) fiel im frühen Handel rund 6%. Der Abverkauf spiegelt eine erzwungene Entschuldung in stark gehebelten Positionen wider, nicht eine grundlegende Verschlechterung. Diese ETFs nutzen Derivate, um das PHLX Semiconductor Index täglich mit dem Dreifachen zu spiegeln, was tägliches Rebalancing erfordert und in Marktrückgängen zu Verkäufen von Vermögenswerten zwingt.
Die Schwäche griff auch auf Südkorea über: Dort fiel der Kospi-Index über Nacht um ungefähr 10%, nachdem Aufsichtsbehörden vor überhitzten gehebelten Chip-ETFs gewarnt hatten. Ein Produkt, der Csop SK Hynix Daily 2x Leverage ETF, sank um 23,8%. Die Auswirkungen reichten auch zu US-Pendants: Micron Technology fiel um rund 9% und Sandisk um etwa 10%. Laut Analysten von Oppenheimer entspräche das Ausmaß der Positionierung südkoreanischer gehebelter Chip-ETFs im Verhältnis zum lokalen Markt einem 750 Milliarden US-Dollar schweren Single-Stock-Leverage-ETF auf dem US-Markt. Das zeigt, wie anfällig solche Strukturen für plötzliche Kehrtwenden sind.