US-Senat verbietet CBDC: Was passiert mit ihrer Wholesale-Version?

  • Der neu verabschiedete Housing Act des US-Senats unterscheidet nicht klar zwischen Retail- und Wholesale-Versionen einer CBDC.
  • Die Definition des Gesetzes deutet jedoch an, dass das Verbot von CBDCs nur für die Retail-Version gilt, die für die breite Öffentlichkeit zugänglich sein soll.

Der US-Senat hat am Donnerstag effektiv eine Zentralbank-Digitalwährung (CBDC) verboten, als er den 21st Century ROAD to Housing Act verabschiedete. Das parteiübergreifende Gesetz, das vom Abgeordneten French Hill eingebracht wurde, wurde im Oberhaus des Kongresses mit großer Mehrheit von 89 zu 10 Stimmen angenommen.

Der 21st Century ROAD to Housing Act

Senator Tim Scott, der republikanische Vorsitzende des Ausschusses für Banken, Wohnen und Stadtentwicklung des Senats, und Senatorin Elizabeth Warren, eine ranghohe Mitglied des Ausschusses von der Demokratischen Partei, führten die Verabschiedung des Gesetzes an. Die Tatsache, dass die Unterstützung von zwei so gegensätzlichen Persönlichkeiten im Senat kam, die sich in fast allem uneinig sind, spricht für sich.

Das Gesetz soll den Hausbesitz für Amerikaner erschwinglicher und zugänglicher machen. Ein Abschnitt des Gesetzes, der besonderes Interesse bei der Öffentlichkeit, insbesondere im Bereich digitaler Vermögenswerte, geweckt hat, ist das Verbot der Schaffung von CBDCs bis Ende 2030.

ADVERTISEMENT Das Bestimmung spiegelte das CBDC-Verbot von US-Präsident Donald Trump wider, als er sein zweites, nicht aufeinanderfolgendes Amtszeit antrat. Das Verbot wurde als Reaktion auf öffentliche Bedenken hinsichtlich der möglichen Überwachung und strenger Geldkontrollen, die ein solches Instrument auferlegen könnte, eingeführt.

Das neue Housing Act und das CBDC-Verbot

Das neue Housing Act machte jedoch keinen klaren Unterschied zwischen Retail- und Wholesale-CBDCs. Mehrere Senatoren wiesen darauf hin, dass die CBDC-Regelung eine Überdehnung im Bereich der Wohnungsregulierung sei. Gleichzeitig erklärten Analysten von Forbes, dass das CBDC-Verbot nur für die Retail-Version des virtuellen Vermögenswerts gilt, die eine direkte Ausgabe an Verbraucher beinhaltet.

Die Definition des Gesetzes deutet an, dass die Beschränkung nur eine digitale Vermögenswert in US-Dollar betrifft, die unter der direkten Haftung des Federal Reserve Systems steht und der breiten Öffentlichkeit zugänglich ist. Daher umfasst es nicht die Wholesale-Version, die effizientere, transparentere und sicherere Abwicklungssysteme ermöglicht, die ausschließlich von Finanzinstituten genutzt werden.

ADVERTISEMENT Es ist wichtig, klare Grenzen zwischen beiden zu ziehen, da sie unterschiedliche Natur und Zwecke haben. Einfach ausgedrückt, ist eine Retail-CBDC eine, die eine Zentralbank als Ersatz für Geld für den normalen Einkauf oder Transaktionen verwenden könnte. Im Gegensatz zu Stablecoins wird diese Vermögensart direkt von der Zentralbank eines Landes überwacht. Ein Beispiel hierfür ist Chinas digitaler Yuan, oder e-CNY.

Eine Wholesale-CBDC hingegen ist eine digitale Darstellung der Zentralbankreserven, die ausschließlich von Geschäftsbanken und anderen regulierten Finanzinstituten genutzt wird. Mehrere Länder, darunter die Schweiz, Hongkong, die VAE und China, experimentieren derzeit mit dieser Art von CBDC.

Eine Wholesale-CBDC ist für diese Institutionen äußerst vorteilhaft, da sie die sofortige Abwicklung groß angelegter Interbanktransaktionen ermöglicht. Sie reduziert das Gegenparteirisiko erheblich durch programmierbare Smart Contracts und adressiert Abgleichprobleme, insbesondere durch die Einbindung eines Netzwerks von Vermittlern.

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