Laut Berichten fielen die WTI-Rohöl-Futures am Dienstag auf rund 86 US-Dollar je Barrel und gingen damit von den Gewinnen der vorherigen Handelssitzung zurück, nachdem Iran eine deutliche politische Kursänderung signalisiert hatte. Iran entsandte eine Delegation nach Islamabad, um in der zweiten Verhandlungsrunde Gespräche mit den USA zu führen, bevor die derzeitige zweitägige Waffenruhe in zwei Wochen ausläuft – ein Rückschlag für den früheren Kurs Teherans, der gegen weitere Friedensgespräche gerichtet war.
US-Präsident Trump sagte, er halte eine Verlängerung der bestehenden Waffenruhe für unwahrscheinlich, falls diese Woche keine Einigung erzielt werde. Zudem fügte er hinzu, dass die Straße von Hormus blockiert bleiben werde, bis ein Deal zustande komme. Die Spannungen hatten sich über das Wochenende verschärft, nachdem die USA ein iranisches Schiff gekapert hatte, woraufhin Teheran andere Schiffe angriff und die Kontrolle über den strategisch wichtigen Wasserweg erneut durchsetzte. Zu den zentralen Streitpunkten zwischen den beiden Seiten zählen Irans Nuklearprogramm und die anhaltenden regionalen Auseinandersetzungen.