Die Beweismittel-Brieftasche der koreanischen Polizei geriet außer Kontrolle: 22 Bitcoin „verschwunden“, der beteiligte Betrag beträgt etwa 1,5 Millionen US-Dollar, stammt aus der Beschlagnahmung im Jahr 2021.

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  1. Februar Nachrichten, das koreanische Rechtssystem offenbart erneut Sicherheitslücken im Umgang mit Kryptowährungen. Das Polizeipräsidium Seoul Gangnam bestätigte, dass bei einer Untersuchung im November 2021 Bitcoins beschlagnahmt und gespeichert wurden, die kürzlich aus einer USB-basierten Cold Wallet transferiert wurden. Interne Überprüfungen ergaben, dass 22 Bitcoins betroffen sind, was bei aktuellem Kurs etwa 1,5 Millionen US-Dollar entspricht. Die Polizei hat dies gegenüber den Medien bestätigt.

Laut Berichten wurde die USB-Festplatte der Cold Wallet nicht gestohlen, jedoch wurden die auf der Blockchain befindlichen Vermögenswerte erfolgreich transferiert. Da die Untersuchung des entsprechenden Falls zeitweise eingestellt wurde, blieb dieser Vorfall lange unbemerkt. Erst bei einer landesweiten Überprüfung der Beweismittel- und Digitalvermögensverwaltung wurde die Lücke entdeckt. Nach der ersten Berichterstattung der lokalen Medien wurde öffentlich Kritik an den Sicherheitsmechanismen der Strafverfolgungsbehörden laut.

Der Polizeipräsidium Nord-Gyeonggi hat inzwischen eine interne Untersuchung eingeleitet, um die Transferwege, Verantwortlichkeiten und mögliche interne Verstöße zu klären. Ein Polizeisprecher erklärte lediglich, dass die Ermittlungen noch laufen und keine weiteren Details veröffentlicht werden können.

Es ist wichtig zu beachten, dass dieser Vorfall kein Einzelfall ist. Bereits zuvor wurde in einer anderen Region Koreas bei einer ähnlichen Überprüfung festgestellt, dass 320 beschlagnahmte Bitcoins ebenfalls spurlos verschwunden waren. Berichten zufolge hatte eine verantwortliche Person beim Beweismanagement versehentlich eine Phishing-Website besucht, wodurch der private Schlüssel offengelegt wurde und die Vermögenswerte schnell transferiert wurden. Diese Serie von Ereignissen zeigt die Schwächen des traditionellen Rechtssystems im Umgang mit dezentralen Vermögenswerten.

Experten weisen darauf hin, dass Kryptowährungen sich von Bargeld oder physischen Gütern unterscheiden, da ihre Sicherheit vollständig von der Verwaltung der privaten Schlüssel und den Einhaltung von Prozessen abhängt. Bei mangelnder Risikoüberwachung können selbst in Cold Wallets gespeicherte Vermögenswerte durch menschliches Versagen oder Systemlücken unwiderruflich verloren gehen. Mit der zunehmenden Regulierung digitaler Vermögenswerte in Südkorea könnten solche Vorfälle zu strengeren Maßnahmen bei Beweissicherung und Audits führen.

Der Verlust von 22 Bitcoins ist bereits eine weitere Warnung in der Geschichte der Kryptowährungsdurchsetzung in Korea und unterstreicht die Notwendigkeit, sowohl regulatorische als auch technische Maßnahmen im Zeitalter der Verschlüsselung zu stärken.

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