Bitcoin folgt eng den Veränderungen bei der US-Treasury-T-Bill-Ausgabe, mehr als bei M2 oder der Bilanz der Fed.
Seit Jahren verlassen sich Krypto-Investoren auf die Daten zur M2-Geldmenge und der Bilanz der Federal Reserve, um die Richtung von Bitcoin vorherzusagen. Die Liquiditätsausweitung war oft mit Kursanstiegen verbunden, während Straffungsphasen mit Verkäufen einhergingen. Dieses Rahmenwerk prägte einen Großteil der makroökonomischen Analyse von Bitcoin. Neue Daten deuten nun auf einen anderen Treiber hin.
Wie Analyst Axel Bitblaze anmerkt, besteht eine stärkere Beziehung zwischen der Ausgabe von US-Treasury-T-Bills und Bitcoin als bei traditionellen Liquiditätsmaßen. In den letzten vier Jahren zeigte die Ausgabe von US-Treasury-T-Bills die stärkste Verbindung zum Bitcoin-Preis. Die Daten zeigen eine Korrelation von +0,80.
Diese Grafik ist es wert, beim nächsten Mal beobachtet zu werden…
Nicht M2-Geldmenge, nicht die Bilanz der Fed. Wie wir bereits gesehen haben, hat sich M2 entkoppelt.
Es gab Perioden, in denen M2 stabil oder sogar steigend war und $BTC sich nicht kümmerte…
Ebenso bei der Bilanz der Fed. Die Korrelation hier ist im Grunde null bei -0,07.
die Grafik… pic.twitter.com/bR4UhXX0xr
— Axel Bitblaze 🪓 (@Axel_bitblaze69) 20. Februar 2026
Im Vergleich dazu verzeichneten die Liquiditätsfazilitäten der Fed eine Korrelation von +0,54, während der globale Liquiditätsindex bei +0,26 lag. Die Aktivität der Fed-Bilanz, einschließlich QE und QT, zeigte fast keine Beziehung mit -0,07. Eine Zahl nahe bei null deutet auf eine geringe Verbindung hin.
Bitcoin stieg 2023 und 2024 stark an, obwohl die Fed ihre Bilanz reduzierte. Das deutet darauf hin, dass quantitative Straffung nicht die Hauptkraft hinter der Kursentwicklung war. Die T-Bill-Ausgabe bewegte sich jedoch im gleichen Zeitraum viel enger mit Bitcoin.
Ende 2021 erreichte die T-Bill-Ausgabe ihren Höhepunkt, etwa zur gleichen Zeit, als Bitcoin seinen Allzeithoch erreichte. Die Ausgabe ging dann im Laufe des Jahres 2022 zurück. Einige Monate später trat BTC in einen tiefen Bärenmarkt ein.
Mitte 2023 markierte einen Tiefpunkt bei der Ausgabe, was mit dem Beginn der Erholung der ursprünglichen Kryptowährung zusammenfiel. Die Ausgabe stieg in den Jahren 2024 und 2025, und Bitcoin folgte mit einer weiteren Rallye nach einer Verzögerung. Ende 2024 zeigte sich ein weiterer Höhepunkt bei der Ausgabe.
Bis Anfang 2026 begann die Ausgabe wieder zu sinken, während Bitcoin erneut Schwäche zeigte. Das wiederholte Muster deutet darauf hin, dass Bitcoin oft hinter Veränderungen im kurzfristigen Treasury-Angebot zurückbleibt.
Die Ausgabe von T-Bills hat einen direkteren Einfluss auf die Marktl Liquidität als breitere Geldmaße. Wenn die Treasury die kurzfristige Bill-Angebot erhöht, fließt Kapital oft in Geldmarktfonds.
Bargeld verschiebt sich auch durch die Reverse-Repo-Einrichtung, was die kurzfristigen Finanzierungsbedingungen verändert. Risikoreiche Vermögenswerte, einschließlich Bitcoin, reagieren tendenziell auf Veränderungen in der Liquidität.
M2 bewegt sich langsamer und spiegelt die gesamte Geldmenge wider, nicht den kurzfristigen Finanzierungsstress. Daten zur Bilanz der Fed verfolgen Asset-Käufe und -Verkäufe, erfassen aber nicht immer schnelle Liquiditätsverschiebungen.
In mehreren Perioden blieb M2 stabil oder stieg sogar, während Bitcoin Schwierigkeiten hatte. Ein ähnlicher Bruch trat zwischen QE-Zyklen und der Kursentwicklung von Bitcoin auf.
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