Auf Plattform X wird die Funktion „Bezahlte Kooperation“ eingeführt, sodass KOLs und YouTuber-Werbeartikel nicht mehr verborgen bleiben

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Community-Plattform X (ehemals Twitter) hat offiziell die Funktion „Paid Partnership“ (Bezahlte Partnerschaft) eingeführt. Kreative können beim Posten von Werbeinhalten die entsprechende Markierung direkt auswählen, ohne zusätzlich „ad“ oder „sponsored“ im Text zu verwenden. Dies bedeutet mehr Transparenz für KOLs im Krypto-Bereich bei ihren gesponserten Beiträgen. Nicht offengelegte Werbeinhalte könnten sonst mit Account-Sperren geahndet werden.
(Frühere Meldung: X verlangt Kennzeichnung bezahlter Werbung – Verstöße führen zu Kontosperrung!)
(Hintergrund: Brief an Web3-Teams: KOL-Marketing ist ein zweischneidiges Schwert – wie nutzt man es richtig?)

Inhaltsverzeichnis

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  • Funktion im Detail: Ein-Klick-Label statt manueller Markierung
  • Umbruch im Krypto-KOL-Ökosystem
  • Von „Selbstregulierung“ zu „Zwang“

Der offizielle Account @XCreators kündigte die Einführung der „Paid Partnership“-Kennzeichnung an. Kreative können nun bei Inhalten, die durch Dritte bezahlt oder incentiviert wurden, die entsprechende Markierung direkt im Beitrag setzen, anstelle der bisherigen manuellen Einfügung von „ad“ oder „sponsored“.

Funktion im Detail: Ein-Klick-Label statt manueller Markierung

Laut X ist die Funktion derzeit auf iOS und Web verfügbar, die Android-Version folgt in Kürze. Vor dem Posten können Nutzer die Option „Paid Partnership“ aktivieren, woraufhin das System automatisch das passende Label unter dem Beitrag anzeigt.

X Creators betonen, das Ziel sei, die „wahre menschliche Stimme“ zu repräsentieren, wobei Transparenz ein Kernprinzip ist. Die Plattform hebt hervor, dass nicht offengelegte Werbeinhalte das Vertrauen der Nutzer in die Timeline untergraben. Klare Kennzeichnungen stärken die Glaubwürdigkeit der Plattform und schützen die Integrität des „globalen öffentlichen Raums“.

Zudem wurde die „Paid Partnerships Policy“ aktualisiert, die klare Vorgaben für Offenlegung enthält. Verstöße gegen die Kennzeichnungsregeln könnten zu Kontobeschränkungen oder Sperrungen führen.

Wir führen Content-Disclosures ein, um die Transparenz auf der Plattform zu erhöhen, beginnend mit dem „Paid Partnership“-Label.

Jetzt können Nutzer klar angeben, wenn Inhalte bezahlt oder incentiviert sind, ohne „ad“ oder „sponsored“ im Text zu verwenden. pic.twitter.com/5wyVdTUlJC
— Creators (@XCreators) 1. März 2026

Umbruch im Krypto-KOL-Ökosystem

Diese Funktion hat erhebliche Auswirkungen auf die Krypto-Branche. Seit langem fehlt es an einheitlichen Vorgaben für bezahlte Promotionen durch KOLs. Investoren fällt es schwer zu erkennen, ob eine Empfehlung wirklich eine persönliche Meinung ist oder eine bezahlte Werbung.

X kündigte bereits Anfang des Jahres an, dass alle bezahlten Inhalte gekennzeichnet werden müssen. Bei Verstößen droht die Sperrung des Accounts. Mit der offiziellen Einführung könnte die Durchsetzung noch strenger werden.

Zudem müssen Kreative selbst sicherstellen, dass ihre Promotions den jeweiligen gesetzlichen Vorgaben entsprechen, etwa den Richtlinien der US-Federal Trade Commission (FTC) für Werbung und Endorsements.

Von „Selbstregulierung“ zu „Zwang“

Bisher basierte die Offenlegung von Krypto-Werbung durch KOLs meist auf deren Eigenverantwortung – einige kennzeichneten „NFA“ (nicht als Anlageberatung zu verstehen) oder „sponsored“, viele taten es jedoch nicht. Die neue Funktion integriert die Offenlegung direkt in die Plattform, was die Pflicht von moralischer Selbstregulierung in eine verpflichtende Plattform-Regel wandelt.

Für Web3-Teams und KOLs, die regelmäßig Projekte auf X bewerben, könnte diese Veränderung die bisherigen Marketing-Modelle verändern und den Privatinvestoren eine zusätzliche Filtermöglichkeit bei der Einschätzung der Informationen bieten.

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