Gate News-Meldung, 22. April — Die chinesische Cybersicherheitsfirma 360 Digital Security Group hat einen KI-gesteuerten Vulnerability Discovery Agent entwickelt, der in den vergangenen Monaten nahezu 1.000 zuvor unbekannte Software-Schwachstellen identifiziert hat, wie aus einem Bericht von Eugenio Benincasa hervorgeht, einem leitenden Forscher im Security Research Center der ETH Zürich, der von Bloomberg zitiert wird. Die entdeckten Schwachstellen betreffen Produkte einschließlich Microsoft Office und OpenClaw, ein Open-Source-KI-Agenten-Framework.
360 erklärte, KI habe sich von einem "Hilfswerkzeug zu der zentralen Antriebseinheit der Schwachstellenentdeckung" entwickelt. In diesem Jahr hatte das Unternehmen außerdem die Entwicklung eines KI-Tools angekündigt, das darauf ausgelegt ist, den Aufbau von Exploit-Ketten zu beschleunigen — die Voraussetzungen, um Zielcomputer zu kompromittieren.
Benincasa charakterisierte 360 so, dass es sich als direkter Konkurrent von Anthropics Mythos positioniert. Der Bericht wurde von Natto Thoughts zusammengestellt, einem Forschungsunternehmen mit Schwerpunkt auf chinesischen Entwicklungen im Bereich Cybersicherheit, basierend auf einer Auswertung der jüngsten chinesischsprachigen Mitteilungen von 360.