A16z neuester Bericht: Warum Blockchain die fehlende Infrastruktur für KI-Agenten ist?

Der aktuelle Bericht von Andreessen Horowitzs a16z Crypto, einem US-amerikanischen Venture-Capital-Unternehmen unter a16z, besagt, dass sich KI-Agents rasch von Hilfswerkzeugen (Copilot) zu „wirtschaftlichen Akteuren“ weiterentwickeln. Die Infrastruktur, die ihren Betrieb ermöglicht, ist jedoch nach wie vor massiv unzureichend, insbesondere in zentralen Bereichen wie Identität, Zahlungen und plattformübergreifender Zusammenarbeit bestehen weiterhin strukturelle Lücken.

KI macht die „Skalierung“ wirtschaftlicher Aktivitäten zwar günstiger, gleichzeitig wird aber „Vertrauen“ immer schwieriger. Die Rolle von Blockchain- und Kryptotechnologie besteht darin, für diese neue Art der Agenten-Wirtschaft überprüfbare, kombinierbare und dezentralisierte Infrastruktur bereitzustellen.

Der Bericht von a16z stellt fest, dass sich bereits eine netzbasierte Wirtschaft bildet, in der KI-Agents direkt mitwirken. Die entscheidende Frage lautet nicht mehr „ob es passieren wird“, sondern ob dieses System auf einer transparenten, überprüfbaren offenen Architektur aufgebaut sein wird oder weiterhin auf alten zentralisierten Systemen basiert, die für Menschen entworfen wurden.

KI-Agents boomen, aber „Identität“ ist die größte Engstelle

a16z weist darauf hin, dass die zentralen Einschränkungen der aktuellen Entwicklung von KI-Agents nicht mehr die Leistungsfähigkeit der Modelle ist, sondern „Identität“. In der Finanzdienstleistungsbranche haben nicht-menschliche Identitäten (z. B. Handelssysteme, Risikokontrollmodelle) Menschen längst in einem Verhältnis von etwa 100:1 überholt. Mit der Verbreitung von Agent-Frameworks (z. B. Multi-Agent-Zusammenarbeit, automatisierte Workflows) wird sich dieses Verhältnis weiter vergrößern.

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Doch diese Agents befinden sich derzeit noch in einem „nicht vertrauenswürdigen“ Zustand: Ihnen fehlen standardisierte Methoden, um ihre Identität, Berechtigungen und Verantwortlichkeiten nachzuweisen, und sie können ihre Identität nicht zwischen verschiedenen Plattformen mit sich tragen. a16z vergleicht dieses Problem mit dem Fehlen von „Agent-SSL“ und schlägt das Konzept von „KYA (Know Your Agent)“ vor. Es geht davon aus, dass zukünftige Agents über kryptografische Nachweise verfügen müssen, um zu belegen, für wen sie stehen, was sie tun können und welche Aufzeichnungen ihres bisherigen Verhaltens vorliegen.

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KI beginnt, an Governance teilzunehmen, die Kontrolle wird zum neuen Problem

Sobald KI-Agents in Ressourcenallokations- und Entscheidungssysteme einbezogen werden, taucht auch das Governance-Problem auf. a16z stellt fest, dass selbst dann, wenn die Entscheidungen formal dezentral sind, die reale Macht weiterhin beim Anbieter des Modells liegt, sofern die zugrunde liegenden KI-Modelle noch von einem einzigen Unternehmen kontrolliert werden.

Der Bericht ist der Ansicht, dass in Zukunft die Trainingsquellen der KI, der Ausführungsprozess und die Entscheidungsprotokolle mithilfe kryptografischer Mechanismen verifiziert werden müssen, um sicherzustellen, dass der Agent wirklich den Willen der Nutzer repräsentiert und nicht die Interessen des Modellanbieters. Die Blockchain kann solche „verifizierbare Governance“ durch On-Chain-Aufzeichnungen und unveränderliche Ausführungsprotokolle bereitstellen.

KI-Agents beginnen „selbst zu konsumieren“, Zahlungssysteme nehmen eine neue Form an

Ein weiterer schnell aufkommender Trend ist, dass KI-Agents direkt an Transaktionen teilnehmen. Der Bericht führt aus, dass KI-Agents bereits Daten-Services, Rechenressourcen und API-Tools kaufen können und die Abwicklung über Stablecoins durchführen, wodurch das sogenannte „agent-to-agent commerce“ entsteht.

a16z beobachtet, dass eine neue Art von „Frontendlosen Händlern“ (headless merchants) entsteht: Es gibt keine Websites, kein UI – stattdessen werden Services ausschließlich über APIs bereitgestellt. Die Agents rufen diese direkt auf und schließen die Zahlung ab. Dieses Modell stellt traditionelle Zahlungssysteme vor Herausforderungen und treibt zugleich die schnelle Entwicklung von Stablecoins und Krypto-Zahlungen (z. B. Zahlungprotokollen, die in HTTP eingebettet sind) voran.

KI lässt die Ausführungskosten gegen Null gehen, „Verifikation“ wird zur knappsten Ressource

Der Bericht betont, dass sich, sobald KI die Ausführungskosten schnell senkt, die eigentliche Engstelle auf „Verifizierungsfähigkeit“ verlagern wird. Menschen können nicht in ähnlicher Geschwindigkeit eine große Menge an KI-Entscheidungen prüfen, sodass „human in the loop“ zunehmend unwirksam wird.

In dieser Situation könnten KI-Systeme ohne Verifizierungsmechanismen weiterhin Kennzahlen für Fehler optimieren und so eine „scheinbare Effizienzsteigerung, tatsächliche Risikokumulation“ erzeugen – die sogenannte KI-Schuld (AI debt). a16z ist der Ansicht, dass zukünftiges Vertrauen „in das System selbst geschrieben“ werden muss, statt sich auf manuelle Prüfungen zu verlassen. Die Blockchain kann dafür durch verifizierbare Aufzeichnungen (provenance) und On-Chain-Zertifikate eine transparente und nachvollziehbare Vertrauensgrundlage bieten.

Da Agents mehrstufige Aufgaben eigenständig ausführen können, verschiebt sich die Rolle der Nutzer von „Bedienen“ hin zu „Überwachen“. Das bringt jedoch auch neue Risiken mit sich: Unklare Anweisungen können zu falschen Entscheidungen führen, eine einzelne Autorisierung kann komplexe Prozesse auslösen und Fehler werden möglicherweise nicht sofort erkannt.

a16z weist darauf hin, dass zukünftige Systeme klarere Grenzen der Berechtigungen und Mechanismen zur Kontrolle benötigen. Beispielsweise könnte man den Verhaltensspielraum eines Agents auf der Ebene von Smart Contracts definieren oder über eine intent-basierte Architektur dafür sorgen, dass Nutzer nur das Ziel angeben und das System die Ausführungsdetails übernimmt.

Dieser Artikel von a16z, dem neuesten Bericht: Warum ist Blockchain der fehlende Teil der Infrastruktur für KI-Agenten? Erstmals erschienen in 链新闻 ABMedia.

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