AstraZeneca hat seine Partnerschaft mit dem in New York ansässigen KI-Biotech-Unternehmen Immunai bis 2027 ausgeweitet, berichtet Calcalist. Im Rahmen der erweiterten Vereinbarung kann Immunai im Jahr 2026 und 2027 Anspruch auf bis zu 37,5 Millionen US-Dollar haben, während der Arzneimittelhersteller weiterhin seine Plattform in Programme zur Entwicklung von Onkologie-Medikamenten integriert.
Technologieplattform und Anwendungen
Imunai's AMICA-OS-Plattform analysiert klinische immunologische Daten auf Einzelzell-Ebene. AstraZeneca erklärte, es werde das System für die Entdeckung von Biomarkern, die Patientensegmentierung, die Dosisoptimierung und die Wirkmechanismus-Analyse in seinen Onkologie-Programmen nutzen. Die Unternehmen haben die Zusammenarbeit im Jahr 2025 auf die Erforschung entzündlicher Darmerkrankungen ausgeweitet und damit die Einsatzmöglichkeiten der Plattform über die krebsfokussierte Arbeit hinaus erweitert.
Entwicklung der Partnerschaft
Die aktuelle Vereinbarung baut auf einer Partnerschaft aus dem Jahr 2024 auf, in deren Rahmen die Plattform von Immunai in Onkologie-klinischen Programmen eingesetzt werden soll. Die Zusammenarbeit der Unternehmen reicht bis ins Jahr 2022 zurück, als eine erste Phase mit dem Schwerpunkt auf die Verbesserung von Onkologie-Studien eine Investition von 18 Millionen US-Dollar durch AstraZeneca beinhaltete. Stand September 2024 hatte Immunai insgesamt rund 270 Millionen US-Dollar an Finanzmitteln eingeworben. Das Unternehmen gab an, dass 85 seiner 170 Mitarbeiter über PhD- oder MD-Abschlüsse verfügen, und erklärte, es habe mehr als 30 Partnerschaften mit Fortune-100-Pharmaunternehmen sowie führenden akademischen Einrichtungen gesichert.