Laut BCA Research Chief Strategist Peter Berezin handelt es sich am 30. Mai bei der aktuellen KI-Marktblase vor allem um ein gewinngetriebenes Phänomen und nicht um eine klassische Bewertungsblase. Im Gegensatz zu früheren Aktienblasen, die durch stark steigende Kurs-Gewinn-Verhältnisse (KGV) gekennzeichnet waren, weisen KI-bezogene Branchen – insbesondere Halbleiter – relativ rationale Bewertungen auf, bergen jedoch nicht nachhaltige Gewinnerwartungen. Berezin zog Parallelen zur Situation vor der Finanzkrise 2008 in den Bereichen Wohnen und Banken, in der die KGV-Multiples zwar harmlos wirkten, das zugrunde liegende Gewinnwachstum jedoch nicht tragfähig war.
Die Umsätze bei Halbleitern sind parabelförmig gestiegen, obwohl die Indikatoren für die KI-Nachfrage bislang noch keinen Hinweis auf einen unmittelbar bevorstehenden Zusammenbruch der Blase geben. Berezin betonte, dass Anleger Echtzeit-KI-Nachfragemetriken im Blick behalten sollten, statt sich ausschließlich auf Wall-Street-Gewinnprognosen zu verlassen, da die Kurse typischerweise bereits Monate zurückgehen, bevor Analysten ihre Prognosen nach unten korrigieren.