BNB Chain hat ein Upgrade für Post-Quantenkryptografie für BSC getestet, aber der Versuch zeigte einen klaren Preis: größere Datenlasten und geringere Durchsatzraten.
Summary
- BSC hat ML-DSA-44-Signaturen getestet, aber größere Transaktionsdaten senkten den TPS in den Tests insgesamt um etwa 40%.
- Die Signaturgröße stieg von 65 Bytes auf 2.420 Bytes im Rahmen des Post-Quantenkryptografie-Migrationstests von BSC.
- BNB Chain sagt, Netz- und Skalierung der Datenebene bleiben zentrale Hürden, bevor eine Produktionsbereitstellung weiterlaufen kann.
BNB Chain veröffentlichte seinen BSC Post-Quantum Cryptography Migration Report am 14. Mai. Der Bericht sagte, BSC habe Post-Quanten-Transaktionssignaturen mit ML-DSA-44 getestet und pqSTARK für die Aggregation von Konsensabstimmungen genutzt.
Der Bericht sagte, die Migration könne mit den aktuellen BSC-Systemen funktionieren. Sie bleibt mit bestehenden Adressen, RPCs, SDKs, Wallets und Transaktionsabläufen kompatibel. Das bedeutet, dass Nutzer und Entwickler die grundlegenden Kontenformate nicht ändern müssten, wenn das Design in die Produktion übergeht.
BNB Chain sagte: „Post-quantum readiness ist heute auf BSC erreichbar“, fügte aber hinzu, dass das Datenwachstum und die Netzwerkgrenzen die wichtigsten Trade-offs bleiben. Das Team sagte außerdem, Quantencomputer seien „noch nicht so weit“, dass sie in realen Systemen die aktuelle Produktionskryptografie brechen könnten.
BSC TPS fällt, während die Signaturgröße stark steigt
Das Hauptproblem kam aus der Datengröße. BNB Chain sagte, Transaktionssignaturen seien von 65 Bytes auf 2.420 Bytes gestiegen, nachdem man von ECDSA zu ML-DSA-44 gewechselt habe. Die gesamte Transaktionsgröße stieg von 110 Bytes auf etwa 2,5 KB.
Diese zusätzliche Last senkte die Performance in den Tests. Der Bericht sagte, die Blockgröße sei auf etwa 2 MB gewachsen, während der Durchsatz in Tests um etwa 40% bis 50% zurückging. Unter Bedingungen über mehrere Regionen hinweg fiel der TPS um etwa 40%, was zeigt, dass die Netzwerkweitergabe schwieriger wird, wenn Blöcke mehr Daten transportieren.
Der Bericht sagte, Finalität blieb in Medianfällen bei zwei Slots. Der größere Abstand in langsameren Fällen kam von größeren Blöcken, die über Regionen hinweg wandern, nicht aus einem Versagen im Konsensdesign.
pqSTARK-Aggregation hält die Validator-Last überschaubar
BNB Chain sagte, die Aggregation von Konsensabstimmungen habe sich besser geschlagen als die Transaktionsebene. pqSTARK-Aggregation lieferte etwa 43:1-Kompression und half dabei, die Validator-Overhead während des Tests überschaubar zu halten.
Das Upgrade umfasste nicht jede Komponente des kryptografischen Systems von BSC. Der Bericht sagte, Peer-to-Peer-Handshake-Prozesse und KZG-Commitments bleiben außerhalb der aktuellen Migration. Eine P2P-Migration würde ML-KEM erfordern, während ein Austausch von KZG eine breitere Koordination im Ethereum-Ökosystem nötig machen würde.
Der Test zeigt, dass BSC in Richtung quantenresistenter Sicherheit gehen kann, aber nicht ohne Skalierungsarbeit. BNB Chain sagte, Skalierung von Netzwerk und Datenebene bleibe die wichtigste Hürde vor einer Produktionsbereitstellung.
BNB-Chain-Speed-Roadmap steht vor neuem Trade-off
Der Post-Quanten-Test fügt eine neue Ebene zur breiteren Performance-Roadmap von BNB Chain hinzu. Zugehörige Berichte bemerkten, dass BNB Chain sich bis 2026 auf eine Finalität von unter 150 Millisekunden und mehr als 20.000 TPS für komplexe Transaktionen fokussiert habe.
Dieses Tempoziel muss nun zur Arbeit an quantenresistenter Sicherheit passen. Der neueste Test zeigt, dass BSC ML-DSA-44 und pqSTARK übernehmen kann, aber größere Signaturen könnten hohe Durchsatz-Ziele ohne bessere Datenverarbeitung und Netzwerkskalierung schwieriger machen.