
Laut einer offiziellen Erklärung des US-Justizministeriums (DOJ) vom 7. Mai wurde der 20-jährige Kalifornier Marlon Ferro wegen seiner Beteiligung an einem landesweiten Krypto-Social-Engineering-Betrugsfall von einem Bundesgericht zu 78 Monaten Haft verurteilt. Zusätzlich erhielt er 3 Jahre Bewährungsaufsicht und 2,5 Millionen US-Dollar Schadensersatz. Nach Angaben des Justizministeriums stahl die Tätergruppe über 250 Millionen US-Dollar an Kryptowerten von mehreren Opfern.
Laut einer Erklärung des US-Justizministeriums fällte Bundesrichterin Colleen Collar-Kotelly am 7. Mai 2026 (am Mittwoch) das Urteil. Ferro bekannte sich im Oktober 2025 vor der Richterin Collar-Kotelly schuldig und gestand damit eine Verschwörung – also eine Straftat im Zusammenhang mit dem Einfluss einer erpresserischen Erpressungsorganisation (RICO).
In der Erklärung betonte die US-Bundesstaatsanwältin Jeanine Ferris Pirro, Ferro habe als „letztes Mittel Werkzeug“ für die Tätergruppe gehandelt, und zitierte wörtlich: „Wenn seine Mitstreiter nicht in der Lage sind, die Berechtigung für die Kryptowährungskonten der Opfer durch Betrugsmaschen zu erlangen und sie auch nicht durch Hacking in digitale Konten eindringen können, wenden sie sich an Ferro – damit er bei den Opfern einbricht und Hardware-Wallets stiehlt.“
Laut einer Erklärung des US-Justizministeriums zeigen mehrjährige Bundesermittlungen, dass sich diese Social-Engineering-Betrugsgruppe vor allem gegen Personen richtete, die große Mengen an Kryptowerten hielten. Die Mitglieder arbeiteten dabei in verschiedenen Rollen, darunter:
· Datenbankeinbruch und Identifizierung von Zielen mit hohem Wert
· Betrügerische Telefonanrufe (Social Engineering)
· Wohnungseinbruch und Diebstahl von Hardware-Kryptowallets
· Geldwäsche der Erlöse über Krypto-Börsen
In der Erklärung des Justizministeriums sind zwei konkrete Einbruchsaktionen von Ferro dokumentiert: Im Februar 2024 reiste Ferro nach Texas, brach in die Wohnung eines Opfers ein und stahl ein Hardware-Wallet mit etwa 100 Bitcoin (im Gegenwert von über 5 Millionen US-Dollar). Im Juli 2024 drang Ferro in eine weitere Wohnung in New Mexico ein, um ein Hardware-Wallet zu suchen; der Diebstahlvorgang wurde von Überwachungskameras vollständig aufgezeichnet.
Laut der Erklärung wurde Ferro im Mai 2025 festgenommen. Bei ihm fanden die Beamten zwei Waffen sowie gefälschte Ausweisdokumente.
Laut Statistik des Federal Bureau of Investigation (FBI) beliefen sich die Verluste durch Krypto-Crime-Betrug im Jahr 2024 in den USA auf 11,3 Milliarden US-Dollar – ein Rekordhoch. Das entspricht mehr als 50% der jährlichen Gesamtschäden durch Cyberkriminalität, die das FBI statistisch erfasst (20,9 Milliarden US-Dollar).
Laut einer offiziellen Mitteilung des FBI wurden im April 2026 im Rahmen einer von der FBI geleiteten globalen gemeinsamen Strafverfolgungsaktion 276 Verdächtige festgenommen und 9 kriminelle Anlaufstellen, die mit Krypto-Betrug in Verbindung stehen, zerschlagen.
Bundesanwälte erklärten in einer DOJ-Mitteilung: „Das heutige Urteil sendet eine klare Botschaft: Krypto-Betrug ist kein Verbrechen ohne Opfer und ohne Konsequenzen – er führt zur Inhaftierung in einem Bundesgefängnis.“
Laut einer Erklärung des US-Justizministeriums war Ferro innerhalb der Tätergruppe für Wohnungseinbrüche verantwortlich. Er brach gezielt direkt in die Wohnungen von Opfern ein, nachdem die Online-Betrugsmaschen fehlgeschlagen waren, um Hardware-Kryptowallets zu stehlen, und half anschließend durch Krypto-Börsen, die Erlöse aus der Straftat zu waschen.
Laut der Erklärung des US-Justizministeriums vom 7. Mai 2026 wurde Ferro zu 78 Monaten Bundeshaft, 3 Jahren Bewährungsaufsicht sowie 2,5 Millionen US-Dollar Schadensersatz verurteilt. Die Anklage lautete auf Verschwörung zur Beteiligung an einer erpresserischen Erpressungsorganisation mit Einfluss auf korrupte Aktivitäten.
Laut der offiziellen Erklärung des US-Justizministeriums handelt es sich bei den 250 Millionen US-Dollar um den Gesamtbetrag an gestohlenen Kryptowerten, den die Bundesstaatsanwaltschaft für den Zeitraum von Ende 2023 bis Anfang 2025 der Tätergruppe zugeordnet hat. Er umfasst die Verluste mehrerer Opfer.
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