Laut einem Chainalysis-Bericht, der am 28. Mai von BlockBeats aufgegriffen wurde, haben etwa 47% der Organisationen, die 2026 in die Kryptoindustrie aufgenommen wurden, Compliance-Warnstandards übernommen, die dem oberen 10% des Branchen-Niveaus im Jahr 2020 entsprechen. Das spiegelt eine rasche Reifung des Ökosystems wider.
Der Bericht stellt jedoch eine erhebliche Compliance-Lücke fest: Während das direkte Monitoring von Geldern aus bekannten illegalen Quellen inzwischen standardisiert ist, hinkt das indirekte Monitoring deutlich hinterher – also das Verfolgen von Geldern über Zwischenadressen. Krypto-Plattformen setzen typischerweise bei indirekten Risikowarn-Schwellen 10 bis 100 Mal höhere Werte als bei direkten Schwellen für Kategorien wie Ransomware und Betrugsschemata, wodurch sich für skrupellose Akteure die Möglichkeit ergibt, die Diskrepanz auszunutzen.