Der Netzwerk-Equipment-Gigant Cisco Systems Inc. hat seinen neuesten Finanzbericht und Umsatz-Leitlinien veröffentlicht. Cisco befindet sich derzeit in einer entscheidenden Phase des Unternehmensumbaus: Die Kernstrategie wurde von klassischer Netzwerkausrüstung hin zur KI-Infrastruktur verlagert. Durch Anpassungen bei der Personalstruktur und der Ressourcenallokation versucht das Unternehmen, sich in einem hart umkämpften KI-Markt eine führende Position zu sichern. Die Aktie von CSCO stieg nach Börsenschluss zeitweise um etwa 19% und erreichte dabei einen historischen Höchstkurs.
Cisco: Umsatz über den Erwartungen, optimistische Prognose
Im dritten Geschäftsquartal bis zum 25. April erzielte Cisco einen Umsatz von 15,8 Milliarden US-Dollar, was einem Jahreswachstum von 12% entspricht. Der Gewinn je Aktie (Earnings Per Share, EPS) ohne bestimmte Posten lag bei 1,06 US-Dollar und damit über den Erwartungen der Analysten. Für das kommende vierte Geschäftsquartal, das im Juli endet, gab Cisco eine optimistische Prognose heraus: Der Umsatz soll im Korridor von 16,7 Milliarden bis 16,9 Milliarden US-Dollar liegen, deutlich über den von Bloomberg erwarteten 15,8 Milliarden US-Dollar. Der EPS wird auf 1,16 bis 1,18 US-Dollar geschätzt. Finanzvorstand Mark Patterson erklärte, das Unternehmen stärke seine Wettbewerbsfähigkeit, indem es sein Portfolio an Siliziumchips (Silicon Chips) ausweitet und zugleich auf die durch KI entstehenden Risiken im Bereich Cybersicherheit reagiert. Diese Finanzkennzahlen spiegeln wider, dass Ciscos Kerngeschäft bei einem technischen Wandel weiterhin eine hohe Widerstandsfähigkeit besitzt.
Fokus auf KI-Transformationsstrategie und Hyperscale-Rechenzentren
Ciscos zukünftige Wachstumskraft konzentriert sich auf den Aufbau von KI-Infrastruktur. CEO Chuck Robbins betonte, das Unternehmen setze über strategische Investitionen den Schwerpunkt auf Glasfasertechnik (Fiber Optics), Netzwerksicherheit sowie KI-Anwendungen innerhalb von Unternehmen. Besonders im Fokus steht, dass Cisco die Zielgröße für Aufträge aus den Hyperscalern für das Geschäftsjahr 2026 deutlich anhebt: von zuvor 5 Milliarden US-Dollar auf 9 Milliarden US-Dollar. Das zeigt, dass Cloud-Service-Provider den Bedarf an leistungsstarker Netzwerktechnik für die Bewältigung komplexer KI-Aufgaben beschleunigt ausbauen. Dafür investiert Cisco weiter in die Entwicklung neuer Netzwertechips, um sicherzustellen, dass KI-Agents (AI Agents) in der Praxis Stabilität sowie Beobachtbarkeit bieten.
Cisco plant den Abbau von 4.000 Stellen, Aktie nach Börsenschluss +19%
Mit der Verlagerung des operativen Schwerpunkts in den KI-Bereich kündigte Cisco eine Anpassung der Personalstruktur (Restructuring) an: Geplant ist die Reduzierung von rund 4.000 Positionen, das entspricht weniger als 5% der Gesamtbelegschaft. Robbins sagte, das Ziel sei, im KI-Zeitalter weiterhin Effizienz und Fokus im Betrieb zu bewahren und Kapital von etablierten Geschäften neu in Bereiche umzuleiten, die ein hohes Wachstumspotenzial besitzen. Das Vorhaben soll voraussichtlich etwa 1 Milliarde US-Dollar an Abfindungen und damit verbundenen einmaligen Kosten verursachen. Obwohl es mit einem Stellenabbau verbunden ist, gilt dies als Vorbereitung des Unternehmens für strategische Investitionen in Halbleiter- und Maßnahmen zur Cybersicherheitsabwehr. Die Kapitalmärkte bewerteten die Umverteilung der Ressourcen positiv, wodurch die Aktie nach Börsenschluss zeitweise um etwa 19% stieg und einen historischen Höchstkurs erreichte. Das spiegelt die erste Zustimmung der Anleger zur Effizienz der Transformation wider. Die Cisco-Aktie (CSCO) ist in diesem Jahr bereits um 33% gestiegen.
Dieser Artikel mit der Cisco-Umsatzprognose, die besser als erwartet ausfiel, und der erfolgreichen Transformation in den KI-Bereich, CSCO-Aktie mit neuem Allzeithoch, erschien zuerst auf KettenNews ABMedia.