Der Digital Asset Market Clarity Act (CLARITY Act) wurde offiziell dem Senatsgesetzgebungskalender hinzugefügt, nachdem es in einem entscheidenden Ausschussvotum einen Durchbruch gegeben hatte. Damit ist der Weg für eine vollständige Debatte im Senat und eine Abstimmung im Plenum frei. Der Gesetzentwurf, der im Repräsentantenhaus zuvor eine deutliche Zweiparteienmehrheit von 294-134 sichern konnte, war Monate lang zuvor auf geschlossene Verhandlungen im Senat gestoßen. Der Ausschuss für Bankenwesen des Senats stimmte mit 15-9 dafür, die Gesetzesvorlage zur Beratung weiterzugeben, angeführt von Vorsitzendem Tim Scott. Die wichtigste Hürde bildete die Ausgestaltung von Stablecoin-Ertragsmodellen: Traditionelle Finanzgruppen waren gegen Bestimmungen, die es nicht-banken-gebundenen Krypto-Unternehmen ermöglichen würden, Zins-ähnliche Prämien anzubieten. Die Senatoren Thom Tillis und Angela Alsobrooks schmiedeten in Zusammenarbeit mit dem Weißen Haus einen Kompromiss, indem sie die traditionelle Bankterminologie aus Token-Prämienprogrammen entfernten.
Der Gesetzentwurf steht nun vor einer 60-Stimmen-Supermehrheits-Schwelle und konkurriert um begrenzte Zeit im Plenum mit nationalen Sicherheitsprioritäten. Abgeordnete warnen, dass sich das Zeitfenster für Regulierung schließen könnte, wenn während der Sommer-Session die Dynamik bricht—und zwar für Jahre.