Der Senat bringt den Clarity Act zurück, der eine Fed-Retail-CBDC verbietet

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Der US-Senat ist aus der Sommerpause zurückgekehrt und setzt den Digital Asset Clarity Act als oberste gesetzgeberische Priorität. Im Mittelpunkt steht eine Bestimmung, die die Federal Reserve daran hindert, ohne ausdrückliche Genehmigung durch den Kongress eine Retail-Central-Bank-Digital-Currency (CBDC) auszugeben. Der Senatsausschuss für Bankenwesen hat den Gesetzentwurf im Mai mit 15-9 gebilligt, und der Ausschuss für Landwirtschaft hat ihn im Januar freigegeben, nachdem das Abgeordnetenhaus im Juli 2025 den Beschluss gefasst hatte. Das Verbot entzieht der Federal Reserve eine potenzielle Konkurrenzrolle gegenüber privaten Stablecoin-Emittenten Circle (USDC) und Tether (USDT), die zusammen den überwiegenden Großteil des globalen Stablecoin-Handelsvolumens ausmachen. Die Gesetzgebung folgt dem GENIUS-Act-Stablecoin-Lizenzierungsrahmen, der im Juli 2025 unterzeichnet und in Gesetzesform gegossen wurde. Damit wird die Regulierungsarchitektur festgelegt, die darüber entscheidet, wer die digitalen Zahlungswege kontrolliert.

Senatsausschuss für Bankenwesen billigt Clarity Act 15-9 im Mai

Der Senatsausschuss für Bankenwesen hat den Digital Asset Clarity Act im Mai mit 15-9 Stimmen gebilligt. Der Senatsausschuss für Landwirtschaft hat den Gesetzentwurf im Januar freigegeben. Das Abgeordnetenhaus hat die Gesetzesvorlage im Juli 2025 verabschiedet. Die Senatoren müssen nun beide Ausschussfassungen zu einer einzigen Paketlösung zusammenführen. Einige Senatoren rechnen mit einer Abstimmung im Plenum bis August. Das Zeitfenster für den Midterm-Wahlkampf 2026 verfestigt sich im 1. Quartal im kommenden Jahr. Der Krypto-Berater des Weißen Hauses, Patrick Witt, setzte im Mai ein Ziel zum Independence Day.

Gesetzentwurf verbietet Federal Reserve Retail-CBDC ohne Genehmigung durch den Kongress

Der Clarity Act verbietet der Federal Reserve, eine Retail-CBDC einseitig auszugeben, ohne dass eine ausdrückliche Genehmigung durch den Kongress vorliegt. Die Bestimmung verlangt gesetzgeberisches Handeln, nicht Regulierungsregelsetzung, bevor irgendein digitaler Dollar Konsumenten erreichen kann. Das Verbot schafft eine gesetzliche Mauer, die private Stablecoin-Emittenten nicht für sich selbst aufbauen können. Der Senat benötigt 60 Stimmen, um den Gesetzentwurf zu verabschieden. Republikaner müssen mindestens sieben Stimmen von demokratischen oder unabhängigen Abgeordneten im Plenum sichern. Die laufenden Verhandlungen über Bestimmungen zu Ethikfragen entscheiden darüber, ob die Gesetzgebung vorankommt.

Circle und Tether dominieren global das Stablecoin-Handelsvolumen

USDT und USDC machen zusammen den überwiegenden Großteil des Stablecoin-Handelsvolumens und der On-Chain-Liquidität weltweit aus. Circle verfolgt in Europa die MiCA-Compliance und operiert unter einem lizenzierten Rahmen, der USDC als institutionell akzeptablen Stablecoin für regulierte Einrichtungen positioniert. Tether arbeitet im großen Maßstab, wobei USDT die Offshore- und Liquidität in Schwellenländern dominiert, jedoch ein höheres regulatorisches Risiko in Jurisdiktionen trägt, die geprüfte Reserven und formelle Lizenzierungen verlangen. Die Senatsfassung des Clarity Acts behält Formulierungen bei, die Erträge oder Prämien für Stablecoins erlauben, die für Zahlungen oder für On-Chain-Aktivitäten verwendet werden. JPMorgan-CEO Jamie Dimon widerspricht der Ertragsbestimmung und argumentiert, sie ermögliche es Krypto-Unternehmen, Zinsen auf Stablecoin-Salden zu zahlen – auf eine Weise, die direkt mit Bankeinlagen konkurriere.

US-Finanzministerium schließt öffentliche Kommentierungsfrist am Dienstag

Das US-Finanzministerium, die FDIC, FinCEN und das Office of Foreign Assets Control haben am Dienstag ihre öffentliche Kommentierungsfrist zur Stablecoin-Regulierung unter dem GENIUS-Act-Rahmen geschlossen. Der Zeitplan für die Regelsetzung wird bestimmen, wie die Bestimmungen des Clarity Acts in operative Anforderungen für Emittenten übersetzt werden. Die zwei Rahmenwerke sind miteinander verflochten. Der GENIUS Act hat den Lizenzierungsrahmen geschaffen. Der Clarity Act ist die Architektur, die festlegt, wer die Zahlungswege darunter dominiert.

FAQ

Was hat der Senatsausschuss für Bankenwesen im Mai bezüglich des Clarity Acts getan?

Der Senatsausschuss für Bankenwesen hat den Digital Asset Clarity Act im Mai mit 15-9 Stimmen gebilligt. Der Gesetzentwurf verbietet der Federal Reserve, eine Retail-CBDC ohne ausdrückliche Genehmigung durch den Kongress auszugeben.

Warum erfordert der Clarity Act für die Verabschiedung 60 Stimmen im Senat?

Der Senat benötigt 60 Stimmen, um den Gesetzentwurf zu verabschieden, was bedeutet, dass Republikaner mindestens sieben Stimmen von demokratischen oder unabhängigen Abgeordneten im Plenum sichern müssen. Die laufenden Verhandlungen über Bestimmungen zu Ethikfragen entscheiden darüber, ob die Gesetzgebung vorankommt.

Wann hat das US-Finanzministerium seine öffentliche Kommentierungsfrist zur Stablecoin-Regulierung geschlossen?

Das US-Finanzministerium, die FDIC, FinCEN und das Office of Foreign Assets Control haben am Dienstag ihre öffentliche Kommentierungsfrist zur Stablecoin-Regulierung unter dem GENIUS-Act-Rahmen geschlossen.

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