Laut dem Beratungsgremium von Coinbase für kryptografische Experten sollte Bitcoin umgehend damit beginnen, sich auf potenzielle Angriffe durch Quantencomputing vorzubereiten, auch wenn die Gruppe davon abgesehen hat, zu befürworten, ob ältere BTC-Bestände, die möglicherweise für Quanten-Diebstahl anfällig sind, eingefroren werden sollten.
Das Komitee, dem unter anderem der Ethereum-Foundation-Forscher Justin Drake sowie weitere führende Experten angehören, identifizierte den zentralen Streit nicht darin, wie quantenresistente Signaturen umzusetzen sind, sondern darin, wie mit langfristig nicht migriertem Bitcoin umzugehen ist. Eine Seite plädiert dafür, eine Frist festzulegen, nach der die aktuellen ECDSA- und Schnorr-Signaturschemata nicht mehr unterstützt würden und nicht migrierte Assets eingefroren werden müssten, um zu verhindern, dass Quantenangreifer große BTC-Mengen erwerben. Die Gegenposition argumentiert, dies stelle eine Vermögensbeschlagnahmung dar und widerspreche dem Kernprinzip von Bitcoin, nämlich Unveränderlichkeit und die Kontrolle der Nutzer über ihr Vermögen. Das Komitee lehnte es ab, eine Position zum Einfrieren von Legacy-BTC einzunehmen, und verwies die Entscheidung auf die Community-Governance von Bitcoin. Dabei betonte es zwei Prioritäten: Die Entwicklung quantenresistenter Signaturen sollte sofort beginnen, ohne auf einen Governance-Konsens zu warten, und Nutzer müssen klar über die quantenbezogenen Risiken informiert werden, um eine lang anhaltende Unsicherheit zu verhindern.